Releasedatum: 29.01.2026
Medientyp: Download
Genre: Horror, Survival-Horror
Entwickler: Rock Square Thunder
Herausgeber: Broken Mirror Games
Heute ist I Hate This Place erschienen, welches inspiriert ist von der gleichnamigen Graphic Novel von Autor Kyle Starks und Illustrator Artyom Topilin, die für den Eisner Award nominiert wurde.
Vielen Dank an Broken Mirror Games für den Reviewcode.
Die Geschichte von I Hate This Place:
I Hate This Place erzählt nicht die aus der Graphic Novel bekannte Geschichte sondern eine eigene im selben Universum angesiedelte Story. Ihr schlüpft in die Rolle von Elena, die mit ihrer Freundin Lou unbeabsichtig ein Wesen namens den Gehörnten beschwören, woraufhin Lou plötzlich verschwindet und die Region von Finsternis und Monstern überzogen wird. Dabei benutzt ihr die Rutherford Ranch als Basis, in der ihr nicht nur Sachen anbauen könnt, sondern auch Sicherheit vor den Kreaturen findet, denn wo es tagsüber noch relativ ruhig zu sich geht, werden es in der Nacht mehr Monster, die dann auch noch aggressiver agieren. Ihr begebt euch nun auf die Suche nach Lou, während ihr auch mehr über die Dinge, die Elenas Mutter vor vielen Jahren widerfahren sind, erfahren wollt. Dabei erkundet ihr Wälder, Ruinen und Bunker, in denen sich auch unter anderem ein Kult eingenistet hat. Die Story ist dabei gut erzählt, auch wenn gerade der Gehörnte etwas kurz kommt. Es wird immer mehr darüber erzählt, wie mächtig er ist, als dann wirklich gezeigt wird.
Überleben und die Wahrheit herausfinden:
Bei I Hate This Place handelt es sich um ein Horror-Survival-Spiel in der isometrischen Perspektive. Ihr erkundet die verschiedenen Orte nach Ressourcen, mit denen ihr wiederum nützliche Gegenstände oder auch Essen herstellen könnt. Dabei geizt das Spiel auch nicht mit Ressourcen, wodurch es jedoch schnell dazu kommen kann, dass ihr nie Munitions- oder Hungerprobleme habt. In der Basis lassen sich so zum Beispiel Zutaten für Speisen dauerhaft anbauen, wodurch ihr immer Speisen kochen könnt. Neben Schusswaffen gibt es einen Baseballschläger, um leiser vorgehen zu können, denn die Gegner reagieren hier auf eure Lautstärke. Wenn ihr lauft, wird der Ton, den ihr dabei macht, als Comicschriftzug dargestellt. Lauft ihr normal, entdecken euch die Monster sehr leicht, noch leichter beim Rennen. Also müsst ihr euch logischerweise ducken. Problem ist jedoch hierbei, dass die Monster euch aus extremer Entfernung entdecken, zu mal ihr sie durch die isometrische Perspektive manchmal vorher gar nicht sehen könnt. Das kann teils zu frustrierenden Situationen führen, wenn man beispielsweise anfangs noch nicht gut genug für manche Kämpfe gerüstet ist. Die meisten Gegnerarten rennen dabei einfach auf euch zu, um euch im Nahkampf zu erledigen, während wenige auch Fernkampfangriffe benutzen. Die Gegner unterscheiden sich dann eher im Design und mit der Lebenspunktemenge. In manchen Missionen, die ihr bestreiten werdet, kommt ihr in eine Geisterwelt, in der ihr zur Verteidigung nur eine Taschenlampe, mit der ihr die Gegner beleuchten müsst. Diese haben extrem viel Leben, weswegen dies einfach sehr lange dauert und nervig werden kann, vor allem in einer Passage, in der drei Geisterspinnen abzuwehren sind.
Die Welt und der Sound von I Hate This Place:
I Hate This Place kommt in einem ziemlich gelungenen Comicstil daher, der es perfekt schafft den typischen 80’s Stil einzufangen. Alles ist abwechslungsreich gestaltet und lädt zum Erkunden ein, während auch die Gegner sehr kreative unterschiedliche Design erhalten haben. Einzig die Cutscenes wirken etwas fehl am Platz, da dort die Charaktere immer nur ihre Idle-Animationen wieder und wieder durchführen.
Die Musik schafft es sehr gelungen, den 80er Horror Vibe zu unterstützen mit düsteren Klängen. Auch die Synchro ist sehr gut gelungen.
Die technischen Details:
I Hate This Place lief während meiner Testzeit auf der Standard-PS5 ohne jegliche Ruckler oder Abstürze. Die Ladezeiten sind angenehm kurz und die Steuerung sehr intuitiv und angenehm. Leider hatte das Spiel einige kleinere technische Probleme. So wurden z.B. mehrere Gespräche getriggert, welche sich um irgendwas ganz anderes als die Situation, in der ich mich befand, drehten. Das zerstörte zwar nun nicht völlig den Spielfluss, wirkte aber dann noch etwas unfertig.
Fazit:
I Hate This Place bringt einige interessante Konzepte zusammen, die zwar so nichts neues sind, aber hier ein wenig anders umgesetzt worden, wie zum Beispiel, dass die eigene Lautstärke und die der Gegner durch Comictexte eingeblendet werden, um so eine Kontrolle darüber zu haben. Leider treffen diese Ideen dann auf verschiedene Hürden, wie die quasi unendliche Munition, die das Spiel zu leicht macht. Hinzu kommen andere kleinere Bugs, welche störend auffielen. Es ist wirklich schade, dass es so viele störende Kleinigkeiten gibt, da die Story ganz interessant ist und vor allem Musik und Design punkten können. Zum Glück sind vor allem die Bugs jedoch Dinge, die hoffentlich noch rausgepatcht werden.



