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Auch dieses Jahr möchte ich euch wieder verschiedene Stände der Artistalley bei der Manga Comic Con/ Leipziger Buchmesse näher bringen. Dabei dachte ich mir, dass es vielleicht auch ganz interessant wäre, schon vor der Veranstaltung selbst, mit Künstler:innen in den Kontakt zu treten, um sie euch im Voraus vorstellen zu können. Den Anfang macht dabei Chinara auch bekannt mit Art of Chinara, eine Künstlerin, welche eigene Bilder oder auch Abwandlungen von bekannten Werken erschafft, die inspiriert von Videospielen, Serien und Dark Fantasy sowie Sci-Fi sind. Im nachfolgenden Interview findet ihr auch einige Beispielbilder.

Habt ihr schon vorher Lust mehr Bilder zu sehen oder wollt sogar schon welche erwerben, könnt ihr auch ihre offizielle Website besuchen, mit Zugang zu ihren Social Media Kanälen und auch Shops. Auf der Messe könnt ihr sie dann in Halle 1 Stand C103 besuchen.

Tobias (AXYO): Kannst du bitte kurz dich selbst und was du machst vorstellen?

Chinara: Mein Name ist Chinara und ich bin digitale Illustratorin. Meine Lieblingsrichtung ist es, Dark Fantasy und auch Sci-Fi mit kräftigen Farben und einen impressionistisch angehauchten Stil zu erforschen! Dafür verwende ich ein Grafiktablett, eine Methode, die ich schon seit vielen Jahren anwende. Ich habe mich schon seit einer langen Zeit in die Kunst verliebt und insbesondere in die Kunst, die mit Spielen und Serien zu tun haben. Und seit einem Jahr mache ich das jetzt auch als meinen Hauptberuf. Also bin ich sehr glücklich, meinem Traum, Künstlerin zu sein, auch nachzugehen.

Tobias (AXYO): Ist auch wirklich immer was, was dich schon im Leben begleitet hat, das Malen und Zeichnen?

Chinara: Tatsächlich ja. Ich mochte es immer zu zeichnen, weil ich nämlich gerne Geschichten erzählen wollte. Nur war ich in meiner Jugend absolut unbegabt. Die meiste Zeit wurde mir gesagt, Hör auf zu malen, mach lieber was anderes. Aber ich habe nie darauf gehört. Ich habe dann einfach gesagt, okay, wenn ihr nicht wollt, dass ich male, dann mache ich es halt spät in der Nacht, wenn keiner zuschaut und dann habe ich mir einfach alles selbst beigebracht.

Tobias (AXYO): Man merkt, dass du so ein bisschen deinen eigenen Stil hast. Wie bist du dazu gekommen und wie lange hat das gedauert für dich selbst?

Chinara: Oh, also das ist eine schwierige Frage. Für die längste Zeit war ich davon überzeugt, dass ich keinen richtigen Stil hatte. Wenn jemand zu mir kam und gesagt hat, Boah, hast du einen schönen Stil, dann war ich sehr verwirrt, weil ich ihn selber nicht richtig erkennen konnte. Aber ich würde sagen, dass es irgendwann einen Punkt gab, wo ich verstanden habe, was mein Stil ist. Es fing an mit Okay, ich möchte gerne diese Art von Kunst und Textur hinbekommen. Ich möchte das lernen. Ich habe dann angefangen, Werke genauer anzuschauen und zu studieren, wie die eigentlich aufgebaut sind und wie sie die Details, die ich mochte, auch gezeigt haben. Und dann langsam über die Jahre habe ich mir verschiedene Elemente zusammengelegt und die dann auch gelernt. Und daraus ist dann langsam mein Stil entstanden.

Tobias (AXYO): Okay, also war nach und nach dann so ein Prozess, dass alles, was du so gemacht hast, dann zusammengefügt sich hat.

Chinara: Genau, es war also wirklich so, dass ich viele Sachen probiert habe. Anfangs wollte ich eben dieses super high rendering machen, wie man das von Splash Art wie bei League of Legends kennt oder bei Diablo die Landing Screens. Oder auch dieses cartoonige, insbesondere weil ich ja ein großer Ratchet & Clank Fan bin, da waren natürlich die Communities sehr stark auf eher Cartoon Style und stilisierte Sachen ausgerichtet. Das war schlussendlich für mich einfach nichts. Ich habe, glaube ich, für einige Jahre versucht, mich da hinein zu zwängen und das zu machen, was in der Community gut ankam. Aber es hat mich tatsächlich selber sehr unglücklich gemacht, bis ich dann irgendwann gesagt habe, nee, jetzt probiere ich mal das, was ich machen will, wo ich eigentlich Spaß habe zum Zeichnen. Und das ist dann so auch so geworden. Ich habe dann irgendwann gesagt, zum Beispiel bei Line Art, ich habe keinen Bock drauf. Ich mache das gar nicht mehr. Ich male einfach, ich blocke die Farben auf den Canvas, oder wie ich gerne im Englischen sage, I carve out the shapes. Das bedeutet dann wirklich für mich, dass ich dann langsam die Formen aus dem Bild herausziehe.

Tobias (AXYO): Auf deiner Seite habe ich gelesen, dass du auch viele verschiedene bekannte Motive gerne neu interpretierst. Wie entscheidest du dich da für ein bestimmtes Motiv und was du daran genau änderst? Vielleicht auch mit einem Beispiel.

Chinara: Ja, gerne. Also ich liebe die alten Meister. Eine meiner Lieblingsaktivitäten ist es tatsächlich, in Kunstgalerien und Museen zu gehen und mir auch die alten Werke anzusehen und zu verstehen, was eigentlich der Gedankengang dahinter war.
Wie ich am Anfang erwähnt hatte, war ich schon immer sehr davon begeistert, durch Bilder
Storytelling zu machen. Das heißt eine bestimmte Idee oder ein bestimmtes Konzept
darzustellen und praktisch einen gemeinsamen Nenner zu finden. Und es gibt natürlich
bestimmte Werke, die dann besonders eindrucksvoll sind. Das jüngste Beispiel, das ich davon hätte, das wäre das Bild Fallen Angel von Alexandre Cabanel. Das ist ein sehr berühmtes Bild, wo Lucifer sitzt und einen sehr intensiven Blick hat. Und da habe ich in dem Fall zum Beispiel das gerne mit einem Charakter aus Hazbin Hotel wieder interpretieren wollen. Praktisch um da zu zeigen, dass da eine ähnliche Charakterentwicklung in der Serie ist, die dem Bild auch entspricht. Ich wollte dann das noch ein bisschen ausweiten, indem ich dann die psychische Welt von ihr visuell darstellen wollte. Wie sie die Welt sieht, wie sie die anderen Figuren in der Handlung wahrnimmt. Und so fange ich an. Es ist immer diese Grundidee, wenn ich mir denke, okay, das ist etwas, das spricht mich auch an, wenn ich über einen bestimmten Charakter denke. Dann kann ich darauf aufbauen und die Idee einfach weiterentwickeln. Ein 1 zu 1 Hommage Ding, das mache ich eher selten. Ich will schon gerne ein bisschen mehr von dem Chinara Flair einbringen.

Tobias (AXYO): Wir hatten es schon kurz ein bisschen angeteasert, dass du vorher eher nur, also auch darauf gehört hast, was die Community will.
Aber dann jetzt eher das machst, was du selber machen willst. Gibt es aber auch die
Möglichkeit, dass du Aufträge annimmst oder machst du wirklich einfach nur jetzt, was du wirklich willst?

Chinara: Also ich bin immer froh, wenn Leute mich für Commissions kontaktieren. Ich schaue mir dann an, ob es etwas ist, wo ich auch etwas Tolles zum Projekt beitragen kann. Also wenn ich merke, dass ich bei der Idee wirklich etwas einbringen kann und davon überzeugt bin, dass es auch ein tolles Resultat sein wird, bin ich immer dafür offen. Auch wenn ich etwas zeichnen soll, das jetzt nicht unbedingt auf meinem Radar ist, dann kann man mich immer für einen Auftrag kontaktieren. Solange ich einen Aspekt sehe, wo ich etwas beitragen kann, freue ich mit, mit dem Auftraggeber zusammenzuarbeiten. Und ich bin sehr happy, dann ein bisschen weiter darüber zu reden und zu schauen, was man da machen kann.


Tobias (AXYO): Okay, und kommt das öfter vor oder bisher noch nicht?

Chinara: Ja, also ich habe öfters private Kunden, die gerne möchten, dass ich einen Charakter von ihrem D&D-Spiel male. Oder es ist zum Beispiel, dass sie gerade ihr neues Buch veröffentlichen wollen und dafür ein Cover brauchen. Ich tausche mich dann natürlich mit denen intensiv aus, um zu verstehen, was genau sie wollen und versuche zu konkretisieren, was genau in meinem Stil sie angesprochen hat. Denn dadurch kann ich dann auch verstehen, wie sie sich das Bild, das dann aufgegeben wird, eigentlich vorstellen. Also im Sinne von der Stimmung, von der Farbgebung und dann kann man darauf sehr gut aufbauen, um die Idee zu realisieren

Tobias (AXYO): Nochmal kurz zu dem Punkt, wenn du da zum Beispiel bei Buchcovern jetzt bist, kriegst du dann zum Beispiel irgendwie eine Zusammenfassung oder eventuell sogar die ganze Geschichte, um dich da ein bisschen mehr reinzufinden? Oder wie genau kann ich mir das vorstellen?

Chinara: Meistens reicht es aus, wenn ich eine Zusammenfassung von der Story habe. Ich muss da die Grundmotivation von den Charakteren verstehen, wie sie drauf sind, etc. Und was genau eigentlich die Idee ist, die ich kommunizieren soll. Sagen wir jetzt mal, es ist ein Cover, wo die Beziehung zwischen zwei Charakteren besonders wichtig ist. Oder wo es um eine große Herausforderung geht. Wie kann man das am besten darstellen? Wie kann man das farblich wiedergeben, dass es im Leser die richtige Gefühlslage auslöst? Auf die Aspekte kommt es am meisten an. Ich freue mich immer, wenn die Leute mir etwas mehr über die Charaktere erzählen. Im Großen und Ganzen ist aber eine Zusammenfassung eine gute Basis, um da loszulegen.


Tobias (AXYO):
Was würdest du sagen, wie lange es bei dir ungefähr dauert im Durchschnitt von der Ideenfindung bis zum fertigen Bild?

Chinara: Das ist eine meiner Lieblingsfragen. Es hängt tatsächlich vom Bild ab. Ganz ehrlich variiert die Dauer bei mir recht stark. Es gibt Bilder, die von der Idee bis zur Fertigstellung eine Stunde dauern. Es gibt Bilder, wo ich dann länger dran sitze. Dann sind es 20 Stunden. Es hängt wirklich davon ab, wie stark die Vision in meinem Kopf ist. Manchmal hat man einfach eine Idee und eine bestimmte Komposition, die einen einfach so packt. Und dann ist es sehr einfach, das aufs Papier zu bringen. Manchmal muss man sich ein bisschen Zeit geben. Wenn man anfängt, kann man langsam die kleinen Details erforschen. Ich gehe meistens meine Bilder mit etwas Lockerheit an. Ich lasse mich auch ein bisschen inspirieren. Wenn die Farben besonders gut in eine andere Richtung aussehen würden, dann lasse ich das passieren.


Tobias (AXYO): Gibt es noch irgendein Spiel, Film, Serie oder Charakter, von dem du bisher noch kein Bild erschaffen hast, von dem du noch gerne eins machen würdest?

Chinara: Ich habe letztes Jahr endlich The Witcher 3 gespielt. Ich würde liebend gerne ein Bild von Geralt und Ciri machen. CD Projekt Reds Werke sind einfach toll. Ich würde gerne zu Cyberpunk noch ein bisschen was Neues machen. Darüber hinaus würde es vielleicht auch Vergil von Devil May Cry sein. Ich liebe Devil May Cry und Vergil ist mein Lieblingscharakter. Deswegen ist es eigentlich höchste Zeit, dass ich den auch einmal male.

Tobias (AXYO): Gibt es irgendein Bild, wo du heute sagen würdest, vielleicht würde ich das nochmal machen, irgendwas daran ändern?

Chinara: Welcher Künstler hat nicht diese Wehwehchen, dass man was neu macht? Es gibt schon bestimmte Bilder. Ich müsste erstmal kurz nachdenken, ob es da ein konkretes gibt, das für mich in Frage kommt Ich würde sagen, es gibt ein Bild, das ich ungefähr alle drei bis vier Jahre einmal neu male. Und das ist mein Profilbild, also das Bild, das man bei Social Media sieht. Das ist eine Ritterfigur oder eine Spellcaster-Ritterfigur, die ich 2018, glaube ich, das erste Mal gezeichnet habe. Und alle paar Jahre sage ich mir, okay, wie würde das denn jetzt aussehen, wenn ich das jetzt noch einmal neu interpretiere? Und das ist dann immer ein schöner Vergleich.

Tobias (AXYO): Okay, und jetzt kommen wir eigentlich zu dem Punkt, du bist ja dann auf der Buchmesse. Und was können da eigentlich Besucher:innen erwarten zu sehen bei dir oder zu bekommen?

Chinara: Ich glaube, das Coolste und das Neueste, das die Besucher auf der LBM, auf der MCC, erwarten können, ist mein Story Artbook EXPIATIO. Ich bin gerade dabei, mein erstes Artbook mit einer geschlossenen Handlung und vielen exklusiven Illustrationen fertigzustellen. Es geht da um einen Ritter, der seinen besten Freund rächen will, weil dieser von einem Dämonen verschlungen wurde – und um den Dämon, der genau das getan hat, weil er wieder seine Menschlichkeit finden will. Und dieses Buch wird zum ersten Mal auf der LBM vorgestellt. Da bin ich ganz gespannt darauf, wie es aufgenommen wird. Das ist also auf jeden Fall das coolste und neueste Highlight bei mir. Darüber hinaus bin ich ein riesiger Soulsborne Fan, man kann also auf jeden Fall bei mir ziemlich stimmige Dark Fantasy Bilder finden. Und sicherlich auch ein paar andere nichige Sachen. Es lohnt sich auf jeden Fall mal kurz vorbeizukommen. Vielleicht überzeugen einen dann die Farben und die Ideen, die ich vermittle, auch da was für die eigene Wände mitzunehmen.

Tobias (AXYO): Und bist du auch auf anderen Messen unterwegs?

Chinara: Tatsächlich ja. Ich habe das Vergnügen, auch dieses Jahr bei der DoKomi in Düsseldorf zu sein. Ich bin auch in Belgien auf der FACTS Comic Con wieder vertreten. Und sonst sieht man mich eigentlich auch hin und wieder auf anderen Messen, wie zum Beispiel bin ich auch in Österreich bei der Vienna Comic Con. Es ist viel geplant, aber die offiziellen Bestätigungen stehen noch aus. Am Besten folgt man mir hier auf Instagram, um Updates zu weiteren Messen zu bekommen!

Tobias (AXYO): Tatsächlich war es das dann von mir. Möchtest du noch irgendwas dazu sagen für unsere Lesenden?

Chinara: Ich hoffe, dass die Leser viel Spaß haben werden, wenn sie dann auch auf der LBM sind. Vielleicht entdecken sie auch was Cooles bei mir in meinen Werken. Danke auf jeden Fall für das nette Interview!

QuelleBilder von Art of Chinara
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Tobias Lehmann
Hi, hier ist Tobias. Ich studiere derzeit und meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Kochen und Zocken. Dabei bevorzuge ich Games mit guter Story, Langzeitmotivation oder einem Couch-Coop Modus.