Mit rasanten Action-RPGs hat sich HoYoverse weltweites Ansehen erarbeitet. Auf der Gamescom 2026 durften wir mit Petit Planet eine galaktische Cozy-Life-Simulation testen. Während der Messe gab HoYoverse im Rahmen der Opening Night Live bekannt, dass das Spiel in diesem Winter mit plattformübergreifender Unterstützung für PC, iOS und Android erscheinen wird. Die Voranmeldung ist bereits gestartet. Ich durfte den Titel am Messestand rund 45 Minuten lang anspielen. Ob das entspannte Sternenabenteuer überzeugen kann, verrate ich euch in dieser Vorschau.
Schon nach wenigen Augenblicken wird klar, worauf Petit Planet abzielt: Ein absolut entspanntes Spielerlebnis mit hoher Feel-Good-Garantie. Der Einstieg beginnt mit der Gestaltung des eigenen Charakters, bevor man sich für die Art seines Heimatplaneten entscheidet. Diese Wahl ist nicht nur optischer Natur, sondern bringt individuelle Eigenschaften mit sich. Dazu gehört zum Beispiel, welche Früchte auf dem eigenen Himmelskörper besonders gut gedeihen.
Im Anschluss geht es direkt in die ersten Einführungsaufgaben. Das Tutorial führt extrem intuitiv durch die Gameplay-Mechaniken. Ob Ressourcen sammeln, Obst ernten oder entspanntes Angeln am Ufer – Schritt für Schritt werden die grundlegenden Spielmechaniken zu Beginn des Titels erklärt. Besonders positiv ist mir dabei die Spielerführung aufgefallen. Petit Planet blendet die nächsten Missionsziele und Wege jederzeit sehr präzise auf dem Bildschirm ein. Der Spieler wird auf diese Weise eng begleitet. Dies führt zumindest im von uns angespielten Tutorial dazu, dass relativ wenig Handlungsspielraum für eigene Erkundungen bleibt. Wir sind gespannt, wie sich dies im weiteren Verlauf entwickelt und wie der Spielablauf gestaltet sein wird, wenn der Spieler nicht mehr so eng an die Hand genommen wird.
Die Atmosphäre des Titels ist sehr gemütlich. Dies wird durch angenehme Hintergrundmusik und die Interaktionen mit den niedlichen Begleitern unterstützt. Nicht zuletzt wird das entschleunigte Gefühl durch die Aktivitäten im Spiel geschaffen, die auch im echten Leben als entspannend gewertet werden. Dazu gehören u.a. das Anbauen und Ernten von Obst und Gemüse, das Angeln am Wasser sowie das Kochen verschiedener Gerichte. Letzteres hat einen besonderen Clou: Es ist entweder möglich, nach vorgegebenem Rezept zu kochen oder ein neues Gericht mithilfe eigens gesammelter und ausgewählter Zutaten zu kreieren. Dadurch werden wiederum neue Rezepte freigeschaltet. Das Einrichten des eigenen Zuhauses hilft noch einmal mehr dabei, sich wohl zu fühlen. Die Grafik ist liebevoll gestaltet. Insgesamt lässt das Spiel Erinnerungen an Animal Crossing hochkommen.
Was wir im Tutorial noch nicht erleben konnten, war der soziale Austausch mit anderen Spielern. Dieser soll im Rahmen eines sogenannten „galaktischen Basars“ ein besonderes Highlight im Spiel werden. Hier soll es möglich sein, mit Spielern aus aller Welt zusammenzukommen und an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Ebenso wird das gemeinsame Besuchen der eigenen und fremden Planeten über einen Online-Modus Teil des Erlebnisses sein.
In der Demo haben wir noch keinen Eindruck davon erhalten, wie die Monetarisierung ausfallen wird. Es ist anzunehmen, dass sich die Gacha-Elemente vorrangig auf kosmetische Aspekte beziehen werden. Ob der Titel aber auch im reinen Free To Play-Prinzip ohne zusätzliche Käufe Spaß machen wird, muss sich zeigen.
Vorläufiger Eindruck
Petit Planet bringt frischen Wind in das Portfolio von HoYoverse und zeigt schon in der Messe-Demo enormes Potenzial für Fans entschleunigter Sandbox-Spiele. Die 45 Minuten verflogen wie im Flug, was vor allem an der eingängigen Führung und der behaglichen Atmosphäre lag. Wie tiefgreifend die Langzeitmotivation und Monetarisierung des Free To Play-Titels ausfällt, wird sich im Winter zeigen. Mein erster Eindruck von der Gamescom ist jedoch durchweg positiv. Voranmelden lohnt sich!












