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Auf der Gamescom 2026 konnte ich Star Wars: Galactic Racer von Entwickler Fuse Games und Publisher Secret Mode ausprobieren. Wie mir der Titel mit den Rennveranstaltungen rund um Podracer gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Vorschau.

Was mir sofort aufgefallen ist, ist die hervorragende audiovisuelle Präsentation. Die Schauplätze in der Demo wirkten ausgesprochen stimmig. Mit defekten AT-AT Walkern in der Wüste, über die die Teilnehmer hinwegdüsen, sind auf den Strecken sofort visuelle Referenzen auf das thematisierte Universum zu sehen. Die Beleuchtung konnte mich auf voller Linie überzeugen und ist durch starke HDR‑Effekte bei Lichteffekten mit besonders hoher Strahlkraft ergänzt. Das Geschwindigkeitsgefühl hat mir sehr gut gefallen. Zwar erreicht das Spiel für mich nicht ganz die extreme Geschwindigkeit eines WipEout-Titels. Doch es wird toll vermittelt, dass hier Vehikel gesteuert werden, die jenseits gewöhnlicher Fahrzeuggeschwindigkeiten operieren. Clever implementierte Motion Blur-Effekte unterstützen das vermittelte Tempo gelungen.

Akustisch konnte ich trotz der üblichen Messegeräuschkulisse einen guten Eindruck gewinnen. Zwar drang der Lärm der Hallen gelegentlich durch die Kopfhörer, doch das hörbare Sounddesign wirkte beeindruckend und basslastig. Motoren und sonstige Soundeffekte hatten eine satte Wirkung und trugen gekonnt zur Rennatmosphäre bei. Auch ohne die wohl bekanntesten Soundeffekte im Star Wars-Universum (schließlich kommt Galactic Racer ohne Laserschwerter aus) passt die Soundumsetzung fantastisch zum Quellmaterial.

Die Streckenführung präsentierte sich in der Demo überwiegend linear, bot aber immer wieder leicht abzweigende Wege. Manche Abschnitte waren visuell so dicht gestaltet, dass in Kombination mit den hohen Fahrgeschwindigkeiten die Lesbarkeit der Strecke gelegentlich erschwert ausfiel. Ich hoffe, dass sich nach einiger Zeit ein Lerneffekt einstellt und sich Spielende mit etwas Übung besser zurecht finden werden. Die Benutzeroberfläche war futuristisch, aber simpel gehalten, damit das Hauptaugenmerk jederzeit auf die fliegenden Boliden und die Strecke gerichtet ist. Vor dem eigentlichen Rennstart ist ein kleines Timing‑Minispiel implementiert, das als Quick‑Time‑Event funktioniert. Durch präzise Eingaben und gutes Timing kann ein kräftiger Beschleunigungsboost ausgelöst werden, was mir als kleines Minispiel gut gefallen hat.

In der Demo standen vier unterschiedliche Fahrzeugklassen zur Verfügung, die sich deutlich voneinander unterschieden. Geschwindigkeit, Agilität und Stabilität variierten spürbar. Ein wendiger Einsitzer‑Pod reagierte besonders zügig auf meine Controllereingaben, war jedoch anfällig für Zusammenstöße mit größeren Vehikeln. Die Unterschiede im Handling sind klar erkennbar. Ich bin nun guter Dinge, dass jede Maschine ein eigenes Fahrgefühl bieten wird. Mit zwei verschiedenen Boost-Modi und Drift-Möglichkeiten hat der Titel Mechaniken auf Lager, die grundsätzlich einfach zu erlernen sind, aber mit Übung sicherlich einen gewaltigen Unterschied auf der Piste ausmachen werden. Im Stile eines Mario Kart-Spiels waren zudem drei verschiedene Fähigkeiten wie eine zielsuchende Rakete und ein Schild verfügbar. Da ich mich aber vorrangig auf meine Fahrkünste konzentrierte und mein bestes tat, Unfälle zu vermeiden, kann ich nach der Demo-Session noch nicht wirklich bewerten, welchen Stellenwert diese Items im Spielgeschehen haben werden.

Apropos Zusammenstöße und Crashes: In Galactic Racer kommen Takeouts und cool inszenierte Crash-Perspektiven zum Einsatz, die mich an Burnout‑Spiele der PS2-Ära erinnerten. Diese Momente sorgten für aufregende Momente in den Rennen. Es muss sich aber zeigen, ob sich dieser Effekt nicht schnell abnutzt. Schlimmstenfalls hat man sich nach der 50. Crash-Wiederholung an der Darstellung bereits sattgesehen.

Vorläufiger Eindruck

In der Gamescom-Demo punktete Star Wars: Galactic Racer bei mir vor allem durch seine starke audiovisuelle Präsentation und das rasante Fahrgefühl. Die Podracer aus der Demo unterschieden sich spürbar und die Crash‑Inszenierungen waren hübsch anzusehen. Offen ist für mich nun, wie sich die Lesbarkeit der Strecke bei hohen Geschwindigkeiten im fertigen Spiel anfühlen wird, da ich in dieser Hinsicht einige Probleme in meinen Demo-Rennen hatte und mir so einige Podium-Plätze durch die Lappen gingen. Mit seiner Atmosphäre hat Galactic Racer aber bereits in der Demo toll gezeigt, dass hier nicht ein x-beliebiger Sci‑Fi‑Racer kreiert wurde, sondern ein Werk, das sich wunderbar in das Star Wars-Universum einreiht. Ich bin gespannt, wie groß der Umfang des Spiels und letztlich die gebotene Abwechslung sowie die Online-Multiplayer-Erfahrung ausfallen wird.