Während der diesjährigen Gamescom hatte ich die Chance mir Hello Sunshine anzuschauen, ein Spiel über die Beziehung einer jungen Frau zu einem riesigen Roboter und ihrer Reise zu einem riesigen Turm durch eine schier endlos wirkende Wüste.
Seht einen Trailer zum Spiel hier:
In Hello Sunshine bereist ihr eine Welt, welche scheinbar fast alles Wasser verloren hat. Überall sind verlassene Gebäude, die teilweise von Roboterhunden oder ähnlichen bewacht werden, wo aber eventuell noch Vorräte entdeckt werden könnten. Theoretisch sind also Vorräte vorhanden, doch die Tage sind so schlimm, da die Sonne erbarmungslos niederscheint, dass man da fast gar keine Chance hat, ohne am Hitzetod zu sterben. Zusätzlich gibt es noch riesige Roboter, die jeden entdeckten Überlebenden gnadenlos auslöschen, den sie entdecken. Auf eben einen solchen trifft die Protagonistin von Hello Sunshine, doch bevor sie von ihm erledigt wird, wird sie von einem weiteren plötzlich gerettet, der eine Aufschrift trägt, dass sie ihm folgen soll. Dies kommt tatsächlich ganz gelegen, da der Roboter ihr Schatten liefert, nur läuft er meist ohne Pause geradeaus, also muss man aufpassen, dass er nicht verschwindet. Währenddessen muss man auf die Hitze und die eigenen Wasservorräte aufpassen. Man hat die Gelegenheit an den Seiten des Weges verlassene Raststätten, Tanken oder auch Poststellen besuchen, um dort nach Vorräten zu suchen. Überall entdeckt ihr Werbung von einem gewissen Unternehmen, welches anscheinend in all diesen Lokalen die Kontrolle und seine Mitarbeitenden hatte, wozu scheinbar auch euer Charakter gehörte. Deswegen könnt ihr in einigen dieser Gebäude noch zusätzliche Aufgaben erfüllen, wie das Abliefern von Paketen oder der Produktion von Proviant, wodurch ihr Jobpunkte erhaltet. Zwischendurch kann es auch passieren, dass der Roboter hinfällt oder angegriffen wird, wobei ihr ihm helfen könnt, damit er voran kommt. Mit der Zeit wird es natürlich Nacht und der Roboter muss seine Batterien laden, an bestimmten Stationen. An diesen könnt ihr ihn auch reparieren, wodurch er euch erst richtig bemerkt und ihr so eine Bindung aufbauen könnt. Anfangs habt ihr nur ein wenig Werkzeug, doch erlangt ihr nach und nach mehr und mehr, um ihn wirklich wieder auf Vordermann bringen zu können. In der Nacht habt ihr die Möglichkeit euch freier zu bewegen, da euch die Sonne nicht mehr trifft. Nun kann es aber passieren, dass es an manchen Stellen zu kalt ist, wofür ihr dann die richtigen Klamotten oder Boni aus Speisen benötigt. Bei der Reperaturstation des Roboters ist auch immer eine Geschäftsstelle der mysteriösen Firma, bei welcher ihr im Jobrankingsystem aufgrund der Erbrachten Leistungen in den Gebäuden am Tag im Rang aufsteigen könnt und somit neue Werkzeuge oder Möglichkeiten erhaltet. So schaltet ihr auf Stufe 2 die Kochstation frei, an der ihr ein Mahl kochen und unter freiem Himmel übernachten könnt. Der Geruch des Essens lockt mitunter Fremde an und ihr müsst entscheiden, ob ihr sie einladet oder nicht, denn nicht alle von ihnen sind gut. Zum Gameplay kommt ein sehr hübscher Look und guter Soundtrack. Auch die bisher gehörten englischen Synchronstimmen klangen sehr passend.
Alles in allem wirkt Hello Sunshine schon in den ersten Minuten, wie ein interessantes Abenteuer mit einer rätselhaften aber auch emotionalen Geschichte. Die brodelnde Sonne und die kalten Nächte sorgen für einen interessanten Gameplayloop kombiniert mit endlos wirkenden Weg zum Turm und den vielen verlassenen Stätten. Abgerundet wird dies durch einen ruhigen Soundtrack und einer schönen Grafik.





