Sennheiser, der deutsche Hersteller von Audio-Produkten aller Art, steht seit vielen Jahren für hohe Qualität in diesem Segment. Allen voran Kopfhörer und Mikrofone von Sennheiser werden auf der ganzen Welt empfohlen. Doch das Unternehmen aus Wedemark-Wennebostel stellt nicht nur Kopfhörer für Musikliebhaber her. Auch Gaming-Headsets gehören seit einigen Jahren zum Repertoire des Audio-Giganten. Zum Release von EAs Need For Speed Payback hat Sennheiser ein neues Produkt auf den Markt gebracht. Wir haben das Sennheiser GSP 303 Need For Speed Payback Edition in den letzten Wochen ausgiebig getestet und berichten euch, wie sich das Gaming-Headset zum UVP von 99€ schlägt.
Was ist drin im Paket?
Der Packungsinhalt ist recht überschaubar. Der Fokus liegt natürlich auf dem gut verstauten GSP 303 Headset samt fest angebrachten Kabel mit zwei 3,5mm Steckern für Audio und Mikrofon. Weiterhin ist der “Sennheiser PCV 05 Combo Audio Adapter” beigelegt, durch den das Headset auch an eine einzige 3,5mm Eingangsbuchse angeschlossen werden kann. Dadurch kommt ein weites Spektrum an unterstützten Geräten zustande. Auf der Packung wird die Kompatibilität mit PC, Mac, PS4 und Smartphones sowie Tablets beworben. Aber auch die Xbox One (X), Nintendo Switch und MP3-Player aller Art können dank dem Adapter problemlos genutzt werden. Eine kleine Broschüre mit mehrsprachigen Sicherheitshinweisen rundet den Packungsinhalt ab.
Kommen wir zunächst auf die Hauptmerkmale des GSP 303 Headsets zu sprechen:
- Übertragungsbereich von 15 – 26.000 Hz
- 2,5m langes, nicht abnehmbares Kabel
- Multiplatform-Kompatibilität durch enthaltenen Audio Adapter
- 290g Gewicht
- XL-Hörmuscheln und Spreitzkopfbügel, jeweils mit Memory-Foam-Polstern
- Noise Cancelling-Mikrofon zum Herunterklappen
- Lautstärkeregler an der rechten Ohrmuschel
- mit Need For Speed Payback Branding
- 2 Jahre Herstellergarantie
Hübsche Gestaltung!
Das Headset besteht aus einem Hartplastikgestell, das insgesamt einen sehr robusten Eindruck macht. Neben dem Sennheiser-Logo und dem Modellnamen “GSP 303” wird das Headset vom Need For Speed Payback-Schriftzug geziert. Das Spiellogo ist auf beiden Seiten des Headsets sowie auf den beiden Ohrmuscheln aufgedruckt. Es ist nicht zu auffällig und sollte dementsprechend auch die nicht stören, die kein Fan des Rennspiels von EA sind. Die Farbkombination aus Rot und Schwarz resultiert in einer hübschen Optik. Auch das rote Kabel trägt dazu bei, dass das Gaming Headset ansprechend aussieht. Während es prinzipiell schick gestaltet ist, wirkt es etwas sperrig. Auf meinem Kopf sieht es erstaunlich groß aus und auch bei der Verstauung kann es stören, dass es so klobig ausfällt. Es kann nämlich nicht zusammengeklappt werden. Das ist aber nur ein kleines Manko und ändert nichts an der Tatsache, dass Sennheiser mit dem GSP 303 ein schickes Produkt entworfen hat.
Erstklassiger Komfort, gute Verarbeitung und nur wenige Schwächen im Design
Die Konstruktion sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch sehr durchdacht gestaltet worden, um für einen hohen Komfort zu sorgen. Das GSP 303 kommt mit einem Spreitzkopfbügel daher, den Sennheiser-Fans auch schon von anderen Headsets der Firma kennen könnten. Dadurch wird das Gewicht des Headsets besser verteilt, zudem kommt etwas Luft an unseren Kopf und verhindert zu starkes Schwitzen. Der Spreitzkopfbügel verfügt über ein sehr angenehmes Polster, das aus so genannten “Memory-Foam” besteht und sich somit gut an die Kopfform anpasst. Das Headset bringt ein Gewicht von 290g auf die Waage, was leicht unter dem Durchschnitt liegen sollte und ebenfalls dazu beiträgt, dass das Headset auch nach mehreren Stunden noch einen tollen Komfort bietet. Die Spanne des Headsets lässt sich mit Hilfe von einrastenden Stufen verstellen, wodurch das GSP 303 angenehm auf den meisten Köpfen sitzen sollte.
Die XL-Ohrmuscheln umspannen die gesamten Ohren. Ebenfalls mit Memory-Foam ausgestattet und von Kunstleder ummantelt, liegen die Polster bequem auf der Haut auf. Das Kunstleder fühlt sich ebenfalls recht angenehm an und führt entgegen meiner Befürchtung nicht dazu, dass sich Hitze anstaut und man vermehrt schwitzt. Als Brillenträger hat mich außerdem begeistert, dass mein Komfort durch die Bügel der Brille quasi kaum beeinträchtigt wurde. Werden die Bügel von manch anderen Headsets so fest an meine Ohren gepresst, dass ich nach spätestens 2 Stunden eine Pause brauche, halte ich es mit den GSP 303 auf meinen Ohren wesentlich länger aus. Die Klemmkraft der Konstruktion fällt gerade richtig aus: Das Headset sitzt fest auf meinem Kopf, übt dabei aber keineswegs zu viel Kraft auf die üblichen Druckstellen aus. Besonders auf mehrstündigen Komfort bezogen, stellt das Sennheiser GSP 303 eins der besten Headsets dar, das ich bisher ausprobieren durfte!
Das Produkt hat noch einen weiteren Vorzug zu bieten. An der rechten Ohrenschale finden wir einen Drehregler für die Lautstärkeregelung vor. Die Drehscheibe macht zwar nicht den robustesten Eindruck, wirkt aber keinesfalls so, als würde sie nach wenigen Wochen abfallen. Mir hat die Position des Reglers sehr gefallen, da ich ihn jederzeit in Sekundenschnelle erreichen kann. Es gibt eigentlich nur einen Aspekt, der mir am Design des Headsets nicht gut gefallen hat. Das Kabel ist fest an der linken Ohrenschale montiert. Zum einen lässt es sich also im Falle eines Defekts nicht ohne weiteres vom Benutzer austauschen, auch wenn Sennheiser eine Herstellergarantie von 2 Jahren bietet. Zum anderen ist mir persönlich das Kabel fast schon zu lang. Mit 2,5m hat Sennheiser prinzipiell löblich für eine mehr als ausreichende Kabellänge gesorgt. Da ich das Kabel per Audio Adapter aber zumeist in die 3,5mm Eingangsbuchse des PS4- oder Xbox One-Controllers stecke, hätte mir in den meisten Fällen sogar eine Länge von nur einem halben Meter gereicht. Ich hätte mir schlicht ein modulares, austauschbares Kabel gewünscht. Das ist aber einmal mehr Meckern auf hohem Niveau.
Überzeugender Klang und Mikrofonleistung
Doch wie klingt das Gaming Headset denn nun? Positiv anzumerken ist an dieser Stelle zunächst definitiv der Übertragungsbereich, der mit 15 bis 26.000 Hz in dieser Preisklasse überdurchschnittlich hoch ausfällt. Das führt zu einem sehr ausgewogenen Klangbild, das insbesondere in den Höhen mehr zu bieten hat als viele andere Headsets, die ich in den letzten Jahren auf den Ohren hatte. Da es sich um Over-Ear-Kopfhörer handelt, wird auch eine passive Lärmausblendung der Außenwelt erzielt. Dadurch gelingt trotz Stereowiedergabe stets eine gute Deutung der Geräuschkulisse.
Ich habe die “Need For Speed Payback Edition” natürlich primär mit dem beworbenen Spiel getestet und bin recht angetan vom Ergebnis. Die Motorengeräusche werden eindrucksvoll wiedergegeben, ebenfalls werden beispielsweise Unfälle exzellent herübergebracht. Glas zerbricht akustisch eindrucksvoll und auch Explosionen überzeugen mit angenehmen Basslevel. Insgesamt hat mir die glasklare Wiedergabe sehr gefallen. Das Klangbild fällt sehr ausgewogen aus und ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere sich dann doch ein wenig mehr Bass wünschen würde. Wer eine besonders tiefe und druckvolle Basswiedergabe sucht, wird mit dem GSP 303 womöglich nicht glücklich werden. Das heißt aber nicht, dass das Headset nicht dennoch brachiale Szenen gelungen herüberbringen kann. Ich habe die Kopfhörer auch mit Hellblade: Senua’s Sacrifice und Battlefield 1 getestet, die für mich die Referenz im Audiosegment der Videospielwelt darstellen. Die beiden Titel zeigten mir mit einem dynamischen Klangbild ebenfalls, dass das GSP 303 für seinen Preis eine tolle Leistung bietet.
Das Headset zeichnet sich nicht nur durch eine tolle Soundwiedergabe aus. Auch das Mikrofon des GSP 303 macht einen guten Eindruck. Es ist fest montiert und hier hätte ich mir ebenfalls Modularität gewünscht, aber das ist in dieser Preisklasse zugegebenermaßen sowieso kaum üblich. Nette Funktion: Ist das Mikrofon hochgeklappt, wird es automatisch stumm geschaltet. In meinem Test hat mich das Noise-Cancelling-Mikrofon überzeugt. Das Gesprochene wird klar und deutlich übermittelt, was für die Kommunikation beim Spielen mehr als ausreicht. Dass das Mikrofon keine Studioqualität bietet, sollte jedem klar sein. Die Sprachqualität ist aber wirklich mehr als passabel. Standardmäßig ist die Sprachausgabe zwar etwas leise, doch das stellt auch kein echtes Problem dar.
Fazit
Ich bin insgesamt sehr angetan vom Sennheiser GSP 303 Need For Speed Edition. Es sieht ansprechend aus, fühlt sich robust an. In Sachen Komfort gehört es dank bequemen Polstern und cleverem Design zum Besten, was ich an Kopfhörern bisher so ausprobiert habe. Auch als Brillenträger kann ich das GSP 303 nach mehreren Stunden noch bequem tragen. Die ausgewogene Klangqualität mit überdurchschnittlich hoher Übertragungsrate sowie das gute Mikrofon tun ihr übriges, damit das Headset in der Preisklasse von rund 100€ in den wichtigsten Punkten auftrumpfen kann.
Das GSP 303 hat zwar keine modularen Kabel, ist auf Stereowiedergabe begrenzt und wirkt etwas klobig, was vor allem beim Verstauen zum Kritikpunkt wird. Da das Gaming Headset aber bei den wichtigsten Aspekten zu überzeugen weiß, empfehle ich es sehr gerne all denjenigen weiter, die nicht zwingend Wert auf einen markanten Bass legen, sondern sich eine natürliche Klangqualität wünschen.
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