
Releasedatum: 30.03.2026
Medientyp: Download
Genre: Gelegenheitsspiel
Entwickler: Come On Studio
Herausgeber: tinyBuild
Der Name ist Programm: HOZY steht für „Home“ und „Cozy“ und verspricht ein gemütliches Spielerlebnis in den eigenen vier Wänden. Mit HOZY kann man einen Gang zurückschalten und in aller Ruhe Räume gestalten. Ob das Konzept aufgeht und wo es aktuell noch hakt, erfahrt ihr in unserem Test.

Aufräumen, Auspacken, Wohlfühlen
Das Spielprinzip von HOZY folgt einem klaren und motivierenden Ablauf. Jeder Raum, den wir betreten, erzählt seine eigene kleine Geschichte, wie der idyllische Hof eines Künstlers samt dazugehörigem Atelier oder die geheimnisvollen Räume eines Musikers bei Nacht. Bevor es jedoch an die kreative Gestaltung geht, steht die Arbeit an.
Zuerst muss bei der Renovierung klar Schiff gemacht werden. Als Basisaufgaben stehen in fast jedem Raum die Müllentsorgung, das Putzen der Fenster und das Wischen der Böden an. Ebenso soll den Wänden durch einen Anstrich mit frischer Farbe neues Leben eingehaucht werden. Sind diese Grundarbeiten erledigt, geht es an die Umzugskisten. Hier müssen wir alle enthaltenen Gegenstände auspacken, was den weiteren Ablauf ein Stück weit vorgibt. Im letzten Schritt platzieren wir die Möbel und viele kleine Dekorationsgegenstände im gesamten Raum, um ihm eine persönliche Note zu verleihen.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass HOZY komplett auf Zeitdruck verzichtet. Das Spiel weist uns anfangs sogar explizit darauf hin, dass wir alles in unserem eigenen Tempo erledigen können. Das sorgt für eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt und durch passende Musik untermalt wird. Eine hübsche Grafik präsentiert realistisch aussehende Objekte, die das Gefühl, hier eine echte Wohnfläche zu dekorieren, verstärkt.
Kreativität mit Grenzen
Obwohl das Einrichten Spaß macht, ist der Ablauf durch die Inhalte der Kartons recht fest vorgegeben. Man hat zwar die Freiheit, die Gegenstände im Raum zu verteilen, aber die Auswahl der Möbel ist an das jeweilige Level gebunden. Ebenso müssen alle Einrichtungsgegenstände ausgepackt und platziert werden, auch wenn dies vielleicht nicht der persönlichen Vorliebe entspricht. Eine wirklich individuelle Gestaltung ist aktuell primär bei der Wahl der Wandfarben möglich, die aktuell aber auch nur 3 Optionen anbietet. Hier würden wir uns für die Zukunft wünschen, nach Abschluss eines Levels vielleicht einen Modus freizuschalten, in dem man einen Raum völlig frei und ohne Vorgaben gestalten kann.
Technische Stolpersteine bei Steuerung und Lokalisierung
Wo HOZY aktuell noch Verbesserungspotenzial aufzeigt, ist die technische Umsetzung. Die Steuerung fühlt sich im Test leider etwas hakelig und ungeschliffen an. Das gilt insbesondere für den Controller, denn das präzise Platzieren von Objekten erfordert manchmal mehr Geduld als gehofft. Mit Maus und Tastatur klappt das wesentlich besser. Ein markanter Kritikpunkt ist zudem die Kameraführung: Sobald man einen Gegenstand hält oder platzieren möchte, ist die Zoom-Funktion blockiert. Das erschwert die Übersicht und das genaue Ausrichten ungemein.
Zudem fiel uns auf, dass die deutsche Lokalisierung noch nicht ganz ausgereift ist. Wer die Sprache auf Deutsch stellt, stolpert im Menü immer wieder über spanische Begriffe oder Menüpunkte. Das trübt den ansonsten liebevollen Eindruck ein wenig.









