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Releasedatum (EA): 11.02.2026

Medientyp: Download
Genre: Lebenssimulation, Farming
Entwickler: Seed Sparkle Lab
Herausgeber: Seed Sparkle Lab

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Vor meinem Start in Starsand Island wusste ich aus meinem Termin mit Entwickler Seed Sparkle Lab auf der Gamescom 2025, dass es sich um eine Mischung aus Lebenssimulation, Crafting-Spiel und gemütlichem Inselabenteuer handeln soll. Mit Veröffentlichung des Spiels auf Steam als Early-Access-Titel sowie auf Xbox Series S|X im Preview-Programm hatte ich nun die Chance, die gemütliche Simulation vorab bereits anzuspielen. Dass mich der Titel nach bisher rund 20 Stunden Spielzeit aber so sehr in seinen Bann ziehen würde, hätte ich nicht erwartet. Die Frage, ob Starsand Island tatsächlich das Potenzial besitzt, in die Nähe von Größen wie Stardew Valley oder Animal Crossing vorzustoßen, stand für mich lange im Raum. Nach meinem bisherigen Aufenthalt auf der Insel kann ich zumindest sagen: Das ambitionierte Vorhaben geht überraschend gut auf.

 

Rückkehr auf die Insel in ein geerbtes Zuhause

Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr unseres Charakters auf die Starsand Insel, die wir vor zehn Jahren verlassen haben. Die erstellte Figur ist wahlweise männlich oder weiblich und kann in einem rudimentären Charaktereditor angepasst werden. Nach Erstellung der Figur finden wir uns an einem kleinen Haus samt Garten wieder, das der Großvater der Spielfigur vermacht hat. Schnell wird klar, dass die Inselbewohner den Protagonisten teilweise noch kennen, was einen schöner erzählerischer Aufhänger darstellt, der den Einstieg angenehm persönlich gestaltet. Spielerisch präsentiert sich Starsand Island als Hybrid aus Landwirtschaftssimulation, DIY-Bau- und Dekorationsspiel sowie Haustiermanagement-Simulation. Das alles wird verpackt mit einem Fokus auf Crafting und Kochen; gekämpft wird sogar auch noch. Ein enorm ambitionierter Mix, der sich die Frage gefallen lassen muss, ob er als Gesamtpaket funktioniert.

Ein virtuelles Handy als cleverer Dreh- und Angelpunkt

Schon in den ersten Stunden schaltet man nach und nach neue Apps auf dem virtuellen Handy frei, die viele Spielmechaniken elegant miteinander verknüpfen. Die App-Auswahl reicht von einer Übersicht über Beziehungen zu NPCs und Haustieren über ein Aufgabenhandbuch mit Belohnungen bis hin zu einer mobilen Garderobe und einem Skilltree, der neue Fähigkeiten freischaltet. Die Effekte dieser Fähigkeiten sind spürbar und motivierend: Man erhält etwa mehr Holz beim Fällen von Bäumen oder sorgt dafür, dass Shops seltene Ressourcen täglich aufstocken. Die Benutzeroberfläche bleibt trotz der vielen Funktionen angenehm simpel, und clevere Shortcuts ermöglichen sofortigen Zugriff auf aktuelle Aufgaben, den freien Baumodus oder den Rucksack, um einen Blick auf die aktuell verfügbaren Ressourcen zu werfen. Die Steuerung ist toll auf Controller zugeschnitten und überzeugt ebenso auf Maus und Tastatur.

Fünf Professionen, fünf Expertiselevel und ein stetig wachsendes Zuhause

Das Spiel bietet fünf Professionen: Crafting, Landwirtschaft, Angeln, Viehwirtschaft und Erkundung. Diese Professionen umfassen jeweils fünf Expertiselevel, vom blutigen Anfänger bis zum Experten. Der Fortschritt erfolgt über Aufgaben und Zertifizierungen, und man ist nicht auf eine Profession festgelegt, sondern kann mehrere Wege gleichzeitig einschlagen. Der Start im geerbten Haus ist bescheiden: erste Werkbänke platzieren, Weizen anbauen, Ressourcen sammeln. Doch schon bald erweitert man das Grundstück, kauft umliegendes Land und baut die eigene Basis Stück für Stück aus. Besonders angenehm ist, dass das Crafting nur wenige Sekunden dauert. Zwar ist die Herstellung mancher Gegenstände in mehrere Schritte unterteilt, aber minutenlange Wartezeiten bleiben zumeist aus. Saatgut benötigt länger, die Ernte lässt sich aber mit dem Einsatz von Dünger beschleunigen, sodass nie das Gefühl entsteht, künstlich stark ausgebremst zu werden.

Schwarzes Brett, Stamina-System und ein dynamischer Tagesablauf

Das Schwarze Brett liefert stetig neue Aufgaben, die in ein Tag-Nacht- und Ausdauersystem eingebettet sind. Tätigkeiten wie Holzfällen kosten Stamina, Interaktionen mit Haustieren sind pro Tag begrenzt. Der erholsame Schlaf lädt die Ausdauer hingegen wieder auf. Manche Aufgaben haben Zeitlimits, was eine sinnvolle Priorisierung notwendig macht. Die Atmosphäre wechselt spürbar zwischen Tag und Nacht, und das Wettersystem hat spielerische Relevanz. Regnet es, muss bepflanzter Boden nicht manuell bewässert werden. Mit Ruhepausen auf Bänken oder dem Verzehr von gekochtem beziehungsweise gekauftem Essen lässt sich die Ausdauer zwischendurch auffüllen, sodass man mit dem richtigen Item-Management mehr aus den virtuellen Tagen herausholen kann.

Haustiere, Beziehungen und viele optionale Aktivitäten

Das Haustiersystem ist umfangreich gestaltet. Tiere können in einem Tierladen adoptiert oder durch Interaktion in der Welt aufgenommen werden. Sie benötigen Futter, Wasser, ein eigenes Zuhause und regelmäßige Pflege. Parallel dazu existiert ein Affinitätssystem für NPCs, bei dem Gespräche, Aufgaben und Geschenke die Beziehung verbessern und neue Aktivitäten freischalten. Sogar romantische Beziehungen können mit den NPCs geführt werden. Hinzu kommen optionale Inhalte wie Minispiele in der Arcade-Halle, das Freischalten und Kombinieren von Outfits für den eigenen Charakter und sogar Kleidung für Haustiere. Selbst Fortbewegungsmittel lassen sich mit Stickern personalisieren, was dem Spiel eine charmante, kreative Note verleiht.

Erkundung, Abwechslung im bedrohlichen Wald und leichte Kämpfe

Die Insel selbst ist überschaubar groß, doch Schatztruhen mit Gold und seltenen Blaupausen motivieren zur Erkundung. Die meiste Interaktivität konzentriert sich im Zentrum, während die Außenbereiche eher karg ausfallen. Für Abwechslung sorgt der “Moonlit Forest”, der sich mit neuen Werkzeugen und steigender Spielzeit immer weiter öffnet. Hier findet man seltene Erze, trifft auf einfache Gegner und bestreitet sogar Bosskämpfe. Die Kämpfe mit Steinschleuder und Bogen sind jedoch rudimentär und keine echte Herausforderung. Sie stellen somit eher ein ergänzendes Element dar als zu den Kernspielmechaniken zu gehören. Wer völlig auf das Kämpfen verzichten kann, hat die Möglichkeit, den Bau von fähige Kampfrobotern zu erlernen und sämtliche Kämpfe von diesen austragen zu lassen. Der regelmäßige Besuch des Waldes lohnt sich, da bestimmte Ressourcen ausschließlich dort zu finden sind.

Ein hervorragender Spielfluss, sofern man sich von der Aufgabenflut nicht überwältigen lässt

Die ersten Stunden glänzen durch einen tollen Spielfluss: Eine gelöste Aufgabe führt nahtlos zur nächsten, Belohnungen schalten neue Aktivitäten frei, und das Handy liefert zusätzliche Meilensteine und Sticker fürs Sammelalbum, die einmal mehr neue Blaupausen und virtuelle Währung freilegen. Nach etwa fünf Stunden hatte ich jedoch so viele offene Aufgaben, dass ich mich kurzzeitig überrumpelt fühlte. Glücklicherweise haben die Professionen-Aufgaben kein Zeitlimit. Dies trifft lediglich auf völlig optionale Quests zu. Starsand Island überlässt seinen Spielern und Spielerinnen die Freiheit darüber, wie viele dieser optionalen Quests verfolgt werden. Wer sich auf das Geschehen einlässt, erlebt ein entspanntes, aber dennoch motivierendes Spiel, das viel Freiheit im Angehen der Aufgaben bietet.

Die vom Spiel im Intro angedeuteten 100+ Stunden Spielzeit wirken nach meinen rund 20 Stunden mit Starsand Island absolut realistisch. Wer alle Professionen meistern, alle NPC- und Haustierbeziehungen maximieren, alle Fortbewegungsmittel freischalten und sich mit den Bau- und Dekorationsmöglichkeiten austoben möchte, blickt tatsächlich bereits mit dem Inhalt, der aktuell im Early Access geboten wird, einer Spielzeit jenseits der 100 Stunden entgegen.

Vielfältige Fortbewegungsmittel, die lange Wege aber nur bedingt kaschieren können

Um Aufgaben zu erfüllen, muss man häufig quer über die Insel reisen. Dazu sind wir glücklicherweise nicht nur zu Fuß unterwegs. Das Fortbewegungssystem ist umfangreich und reicht von craftbaren Hilfsmitteln wie einem Skateboard oder Rollschuhen über miet- und kaufbare Fahrzeuge wie Mopeds und Autos bis hin zu reitbaren Tieren und gar Wasserfahrzeugen wie Flößen und Booten. Unterschiede ergeben sich in der Geschwindigkeit und Flexibilität, sodass man je nach Situation das richtige Transportmittel wählen sollte, um von A nach B zu kommen. Die Navigation ist dank Questmarkern und interaktiver Karte einfach, aber die Wege bleiben lang. Erst später erleichtern ein portables Aufgabenbrett sowie ein Schnellverkaufssystem direkt in der eigenen Basis den Alltag. Mit Freischaltung der Blaupause für einen Teleporter werden weite Wege zudem in Sekundenschnelle überquert und auch Schnellreiseziele können gelegt werden. Bevor man diese hilfreichen Tools erhält, muss man allerdings fortgeschrittene Professions-Ränge erreichen, was viele Stunden dauert.

Inventarmanagement: anfangs frustrierend, später angenehm

Der Rucksack ist zu Beginn klein und schnell voll. Zwar kann man ihn erweitern und Aufbewahrungstruhen herstellen. Doch durch die Vielzahl an Ressourcen, Samen und Düngemitteln sowie Lebensmitteln ist ein häufiges Inventarmanagement unvermeidlich. Erst später sorgen große Stauboxen und der Remote-Zugriff auf diese für Entspannung. Doch wie auch bei den Hilfsmitteln zur Fortbewegung müssen Spieler und Spielerinnen gehörig Zeit in das Spiel investieren, bis diese Tools verfügbar werden. Bis dahin ist das ständige Sortieren und Ausmisten eher lästig und bremst den Spielfluss gelegentlich aus.

Soundtrack, Grafik und Performance

Der Soundtrack fällt schön aus und unterstützt die entspannte Atmosphäre, wirkt aber etwas monoton. Die Insel hat ihren eigenen Track, der Wald bietet mysteriöse Klänge, insgesamt ergibt sich aber wenig Variation. Mit der Möglichkeit zum Anfertigen eines portablen Musikspielers und dem Kauf von neuen Musikstücken kann hingegen für Abwechslung im Soundtrack gesorgt werden. Grafisch präsentiert sich Starsand Island farbenfroh und charmant mit Anime-Figuren, süßen Tieren und hübscher Architektur. Dass der Titel bereits jetzt native Unterstützung von Ultrawide-Auflösungen bietet, ist ein netter Bonus. Allerdings wirken manche Bodentexturen matschig, und außerhalb des Zentrums der Insel ist die Inszenierung eher karg. Um das Spiel auf dem PC bei maximalen Einstellungen bei guter Performance zu spielen, ist fähige Hardware notwendig. Ich hoffe, dass das Spiel in den nächsten Wochen und Monaten noch von weiterer Performance-Optimierung profitieren wird.

Allerdings sind maximale Einstellungen nicht nötig, um eine hübsche Grafik zu erzielen. Ich habe auch auf dem MSI Claw 8 AI+ Handheld gespielt. Bei Nutzung des Upscalings mit 50% Auflösung sowie niedrigen Einstellungen, lediglich der Umgebungsdarstellung auf “Medium”, ergab sich eine solide Performance bei weitestgehend 60 FPS und immer noch passabler Grafik.

Bereits im Early Access mit viel Inhalt, aber der technische Feinschliff fehlt

Der Early-Access-Status zeigt sich gelegentlich durch abgehackte Animationen, rudimentäre Fortbewegungsdarstellungen (das Skateboard scheint auf dem Untergrund zu schweben, nicht zu rollen) und eine merkwürdige Mischung aus englischer Vertonung und chinesischer Wortfetzen bei der Interaktion mit NPCs. Vereinzelte Rechtschreibfehler, Platzhaltertexte und kleinere Bugs verstärken den Eindruck eines „Work-in-progress“. Deutsche Texte dürfen auch noch nicht erwartet werden, bisher ist das Spiel ausschließlich in Englisch verfügbar. Inhaltlich wirkt das Spiel jedoch erstaunlich vollständig. Besonders die Menüführung per Handy-Apps und die übersichtliche Benutzeroberfläche sind bereits hervorragend umgesetzt. Das Fortschritts- und Belohnungssystem motiviert enorm und vermittelt nie das Gefühl eines halbfertigen Spiels, es fehlt lediglich der technische Feinschliff.

Fazit: Ein charmantes Inselabenteuer mit großem Potenzial

Nach rund 20 Stunden auf der Starsand Insel habe ich ein gutes Gefühl dafür bekommen, wohin die Reise geht. Starsand Island kombiniert viele Systeme, die überraschend gut ineinandergreifen. Der Titel bietet einen gemütlichen und zugleich motivierenden, fast schon süchtig machenden Spielfluss mit stetigem Gefühl von Fortschritt. Zwar bremsen anfangs lange Wege, ein mühseliges Inventar-Chaos in den ersten Spielstunden und technische Schwächen den Spaß gelegentlich aus. Doch die Fülle an Aktivitäten, zu erlernenden Professionen, möglichen Beziehungen, weitreichenden Simulationsaspekten, Bau- und Individualisierungsoptionen und Erkundungsmöglichkeiten sorgt für eine beeindruckende Spieltiefe. Wenn die Entwickler den technischen Feinschliff nachreichen und die Performance weiter optimieren, könnte Starsand Island tatsächlich zu einem ernsthaften Konkurrenten für Genregrößen werden. Ich freue mich jedenfalls darauf, noch viele weitere Stunden auf der Insel zu verbringen und den Titel im Laufe des Early-Access-Programms weiter wachsen zu sehen.

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Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.