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Releasedatum: 13.07.2026

Medientyp: Download
Genre: Action-Adventure, Roguelite
Entwickler: Flyway Games
Herausgeber: Flyway Games, Krafton

Steam Store Xbox Store

 


Ascend to Zero stammt vom südkoreanischen Studio Flyway Games, das 2023 von Krafton gegründet wurde. Mitte Juli erschien das Abenteuer weltweit für PC und Xbox Series X|S und steht ebenfalls im Xbox Game Pass bereit. Der Titel kombiniert das Roguelite-Konzept mit einer ungewöhnlichen Zeitmanipulations-Idee. Ich habe mir den Release zum Anlass genommen, Ascend to Zero ausführlich zu spielen und herauszufinden, ob sich der Zeitreise-Trip lohnt.

Zeitreisen und ein Wettlauf gegen die Uhr

Ascend to Zero präsentiert sich als Roguelite-Abenteuer, das seine Welt gleich zu Beginn in Schutt und Asche zeigt. Die Ausgangslage ist düster: Die Welt liegt in Ruinen und sämtliche Freunde der Spielfigur sind einer Katastrophe zum Opfer gefallen. Doch das Spiel gibt Spielenden eine letzte Chance. Wir reisen als Androide in die Vergangenheit, um die bevorstehende Apokalypse abzuwenden und unsere Freunde zu retten, bevor es zu spät ist.

Die Geschichte erreicht zwar nicht die erzählerische Komplexität oder emotionale Tiefe eines Hades. Die Handlung erfüllt aber ihren Zweck als unterhaltsamer Rahmen für die rasanten Runs und bietet einige charmante Figuren mit soliden Dialogen, die das Abenteuer angenehm auflockern.

Roguelite mit bekannten Einflüssen

Das grundlegende Ziel von Ascend to Zero ist schnell erklärt: Wir kämpfen uns durch ein Gebiet, besiegen am Ende stark verzweigter Level den jeweiligen Boss und schreiten anschließend in die nächste Zone voran, wo neue Gefahren lauern. Auf dem Weg sammeln wir Upgrades und steigern unsere Fähigkeiten und Werte immer weiter. Die Action, wahlweise mit Schusswaffen, Drohnen oder Schwertern, wird dabei in isometrischer Perspektive gezeigt.

Spielerisch bedient sich Ascend to Zero an Bullet-Hell-Elementen, denn auf dem Screen sind immer chaotischer werdende Projektile zu sehen, denen wir ausweichen müssen. Auch das Autobattler-Genre ist vertreten, da die Angriffe der gespielten Figur automatisch ablaufen. Zwar gibt es auch einen Modus zum manuellen Zielen. Doch da man mit dem Ausweichen und Betätigen von Spezialmanövern schon genug zu tun hat, war ich über diese Spielhilfe recht froh. Das sorgt für ein angenehm flüssiges Kampferlebnis, das trotz seiner einfachen Mechaniken dynamisch genug ausfällt, um auch über einen längeren Zeitraum zu motivieren.

30 Sekunden, um die Welt zu retten

Schon früh lernen wir die zentrale Mechanik von Ascend to Zero kennen: Wir können die Zeit stoppen und nach Belieben wieder starten. Das ist der große Clou des Spiels, denn jeder Run beginnt mit lediglich 30 Sekunden. Zwar lässt sich diese Zeit im Verlauf des Spiels über mehrere Spielmechaniken immer weiter verlängern. Doch die Entscheidung, wann wir die Uhr einfrieren, bleibt durchgehend ein spannender Aspekt im Gameplay. Während die Zeit stillsteht, kann sich die Spielfigur frei bewegen und die weiteren Schritte planen. Der Kampf wird hingegen nur ausgeführt, wenn die Zeit wieder läuft. Dadurch entsteht ein cleveres taktisches Wechselspiel: Kämpfen und Zeit riskieren oder lieber weiterziehen, auf die Erfahrungspunkte und mögliche Beute verzichten und zum nächsten Raum voranschreiten? Diese Mechanik bleibt über viele Stunden hinweg frisch und unterhaltsam.

Präzise Bewegung und zufällige Runs

Die Spielfigur fühlt sich schnell und präzise an, was agile Manöver und schnelle Reaktionen ermöglicht. Zu Beginn verfügt sie über sehr einfache Bewegungsoptionen und einen Dash mit Abklingzeit. Doch je mehr man spielt, desto stärker werden die Werte in der Kategorie “Bewegung”. Zudem kann die Anzahl der Dashes erhöht werden. Während der Runs werden Upgrades gesammelt, die den Angriff, die Verteidigung, die Bewegung oder die Gesundheit verbessern. Zusätzlich gibt es sogenannte “Tech-Chips” mit einzigartigen Effekten, die in verschiedenen Seltenheitsstufen auftreten und unterschiedliche Boni bieten. Nach dem Finden solch eines Tech-Chips sowie nach dem Besiegen von Mini-Bossen und “Elite”-Feinden präsentieren sich drei Chips mit unterschiedlichen Effekten zur Auswahl. Dadurch entsteht in jedem Durchlauf ein individueller Spielstil, der sich aus den zufälligen Aufwertungen ergibt. Mal betont ein Run das Angriffstempo, mal setzt man alles daran, möglichst viele Münzen einzustreichen und mal versucht man mit Hilfe von Gesundheits-Upgrades und Zeit-Verlängerungen möglichst lange zu überleben.

Das Gameplay hält in den späteren Gebieten noch einige Kniffe bereit, so etwa eine sich ausbreitende Kontamination, die Spielende noch mehr unter Druck setzt. Im Kern ist das Spielprinzip aber simpel. Gleichzeitig bleibt das Spielgeschehen mit dem flotten Spielfluss und den zufälligen Aspekten motivierend genug, dass die einfachen Spielmechaniken nie zum Hindernis für den Spielspaß werden.

Ein Hub, der mit jedem Erfolg wächst

Nach jedem Ausflug in die Vergangenheit kehrt ihr in eine Hub-Zentrale zurück. Diese füllt sich nach und nach mit den Menschen, die die Spielfigur in der Vergangenheit gerettet hat. Jeder NPC hat eine eigene Funktion, die zukünftige Runs erleichtern soll. So bieten sich verschiedene Shops und Upgrade-Möglichkeiten. In den Levels sammeln wir diverse Währungen, die wir im Hub ausgeben können. So lassen sich neue Ausrüstung oder Waffen kaufen, bestehendes Equipment aufstufen, zusätzliche Ausrüstungsslots freischalten und permanente Stat-Boni erwerben. Das gefundene Equipment ist mit etwas Pech korrumpiert und würde nach einmaliger Nutzung zerstört werden. Doch im Hub gibt es einen NPC, der die Ausrüstung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit “reinigen” kann und dadurch dauerhaft nutzbar macht. Spielende können außerdem neue Charakter-Hüllen freischalten, die jeweils eigene Gameplay-Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, die sich weiter verbessern lassen.

Die verschiedenen Möglichkeiten im Hub werden behutsam eingeführt, sodass neue Spieler nicht überrumpelt werden. Die gebotenen Systeme greifen toll ineinander und sorgen für einen motivierenden Spielfluss, der schnell süchtig macht. Wir werden mit jedem einzelnen Run stärker, verbessern die Stats permanent, erhöhen die Zeit auf der Uhr und erhalten bessere Ausrüstung, um immer weiter voranschreiten zu können.

Abwechslung nur bedingt gegeben

Ascend to Zero bietet grundsätzlich eine gute Vielfalt durch die unterschiedlichen Avatare mit ihren einzigartigen Fähigkeiten und die zufälligen Upgrades. Allerdings fällt der Zufallsfaktor im Vergleich zu anderen Roguelites etwas geringer aus. Während viele Genrevertreter auf prozedural generierte Levels setzen, begegnen wir hier stets denselben Level-Presets mit identischen Gegnerformationen. Sobald wir eine übergeordnete Welt abschließen, geht es weiter zur nächsten. Ist ein Gebiet erstmals abgeschlossen, kann es anschließend als Startpunkt für einen neuen Run genutzt werden. Man muss also nicht immer vom ersten Gebiet aus starten. Doch wenn man an einem Abschnitt hängen bleibt und diesen mehrfach wiederholen muss, kann die fehlende Variation im Design der Gebiete zu einem repetitiven Spielgefühl führen. Auch ein Sammelsystem sowie seichte Missionen können nicht verhindern, dass mit steigender Spielzeit allmählich Monotonie einsetzt. In Kombination mit dem recht simplen Spielgeschehen ist Ascend to Zero daher weniger für lange, ununterbrochene Spielsitzungen gedacht.

Für kurze Runden zwischendurch eignet sich der Titel aber toll. Daher habe ich das Spiel auch besonders gerne auf einem Handheld-PC wie dem Steam Deck OLED und dem MSI Claw 8 AI+ gespielt. Mit einer eher schlichten, aber effektreichen Grafik und schicker Anime-Story sieht Ascend to Zero nett aus und läuft dank stilisiertem Pixel-Look auch auf PCs mit moderater Hardware gut. Dazu kommt ein fetziger Soundtrack, sodass sich in Summe eine gelungene Präsentation bietet.

Überblick der Rezensionen
Story. Charaktere und Präsentation
7.5
Spielmechaniken und Spaßfaktor
9
Umfang und Abwechslung
7
Grafik und Sound
7.5
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Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
ascend-to-zero-im-testAscend to Zero kombiniert ein simples, aber fesselndes Kampfsystem mit einer cleveren Zeitstopp-Mechanik, die dem Roguelite-Genre einen frischen Anstrich verpasst. Die Upgrades in jedem Run sind motivierend und der stetig wachsende Hub mit Shops und permanenten Aufstufungsoptionen sorgt für ein angenehmes Fortschrittsgefühl. Freischaltbare Avatare mit einzigartigen Fähigkeiten bringen Abwechslung ein. Ankreiden muss ich dem Titel allerdings, dass durch das vorgegebene Leveldesign nach einiger Zeit ein repetitives Spielgefühl aufkommt. Mit prozedural generierten Levelvariationen hätte man den Langzeitspaß noch länger hochhalten können. Roguelite-Fans kommen durch das flotte Spielgeschehen und den innovativen Kniff rund um die Zeitstopp-Mechanik dennoch voll auf ihre Kosten.