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Releasedatum: 05.05.2026 (Early Access für PC)

Medientyp: Download
Genre: Beat’m Up, Rhythmus
Entwickler: Brain Jar Games
Herausgeber: Brain Jar Games

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Mit Dead As Disco bringt Entwickler Brain Jar Games einen Titel auf den PC, der ein Beat’em Up mit einer Rhythmus-Komponente vereint. Nachdem eine Demo schon seit längerer Zeit auf Steam erhältlich ist und großen Anklang gefunden hat, steht nun die Veröffentlichung im Early Access-Programm an. Ich habe mir angeschaut, ob das Spielprinzip tatsächlich so gelungen umgesetzt ist und wie viel Inhalt Dead As Disco in dieser Version zu bieten hat.

Stylische Inszenierung

Schon beim ersten Spielstart macht Dead As Disco unmissverständlich klar, welche Stimmung es transportieren möchte. Der Hauptcharakter Charlie Disco, ein lässiger Kämpfer mit Sonnenbrille, legt erst einmal einen geschmeidigen Tanz hin, bevor es überhaupt losgeht. Die Menüs greifen diesen Stil nahtlos auf: Über gestapelte Screens wählen wir Modi und Level aus, während ein sonderbarer Erzähler die Wiederankunft von Protagonist Charlie kommentiert. Die Mischung aus Retro‑Ästhetik und ironischem Tonfall passt hervorragend zum Gesamtbild und zeigt schon früh die charmante Identität des Spiels. Manche Menüs sind aktuell noch etwas karg gestaltet, doch das wirkt sich nicht wirklich negativ auf die Inszenierung aus.

Prügeln im Takt

Spielerisch präsentiert sich Dead As Disco als rhythmusbasierter Brawler, in dem wir Gegner vermöbeln, Kontermanöver und Finisher ausführen, Schüssen ausweichen und fünf verschiedene Spezialangriffe entfesseln, die besonders viel Schaden verursachen und angesammelte Punkte des “Fieberbalkens” aufbrauchen. Konterbare oder ausweichbare Attacken der Feinde werden mit klaren Symbolen markiert, sodass wir im richtigen Moment reagieren können. Die eigenen Schläge hingegen sollen idealerweise im Rhythmus der Musik erfolgen, visuelle Hilfen gibt es dafür nicht. Interessant ist, dass das Spiel unsere Eingaben dem Beat anpasst, sodass wir nicht hart bestraft werden, wenn wir einmal nicht exakt im Takt liegen. Je nach Musikgenre und BPM ist das ohnehin leichter gesagt als getan. Stecken wir Schaden ein, erscheinen gelegentlich Gesundheitstränke im Level, die nach dem Aufsammeln die Lebensleiste auffrischen.

Motivation durch Punktejagd

Das Moveset fällt bewusst überschaubar aus. Das macht Dead As Disco einerseits sehr zugänglich und leicht zu erlernen, andererseits bleibt es ein eher simples Rhythmus‑Beat ’em up ohne allzu große mechanische Tiefe. Dem Spielspaß schadet das jedoch kaum. Etwas mehr Tiefgang wird dem Geschehen über einen mehrschichtigen Fertigkeitsbaum eingehaucht, mit dem sich einige weitere Manöver freischalten lassen, wie Lade- oder Fernangriffe sowie mehr Leben und passive Boni rund um den Fieberbalken. Ein motivierendes Punktesystem belohnt saubere Durchgänge, präzise Rhythmustreffer mit immer größeren Multiplikatoren und möglichst wenig eingesteckten Schaden. Am Ende winken Wertungen, die sich in einem globalen Leaderboard mit anderen vergleichen lassen und so für zusätzliche Motivation sorgen. Mit der verdienten Ingame-Währung (dazugewonnene Fans) können neue Upgrades im Skilltree sowie Sammelobjekte zur Dekoration der Bar und Ausrüstungsteile für die kosmetische Gestaltung von Charlie Disco gekauft werden.

Spaßiges Spielgefühl mit kleinen Schwächen

Grundsätzlich macht das simple Spielgeschehen großen Spaß. Die wuchtigen Schläge, die perfekt im Beat präsentiert werden, sorgen für ein befriedigendes Spielgefühl. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Wenn besonders viele Feinde gleichzeitig angreifen und den Protagonisten umzingeln, geht gelegentlich die Übersicht verloren. Es ist nicht immer leicht, alle Gegner im Blick zu behalten. Hin und wieder ist das Effektefeuerwerk auch so groß, dass man vor lauter Farben und Partikeleffekte ebenfalls den Überblick verliert. Zudem fällt das Trefferfeedback nicht ideal aus. Mehrmals bemerkte ich gar nicht, dass ich getroffen wurde, und war überrascht, als plötzlich kein Leben mehr übrig war. Auch sind mir einige kleine Bugs aufgefallen, wie beispielsweise ein unblockbarer Angriff während eines Bosskampfes.

Early Access mit überschaubarem Umfang, aber fordernden Bosskämpfen

Dead As Disco befindet sich noch im Early Access und bietet aktuell einen überschaubaren Umfang. Vier kuratierte Level führen durch mehrere Phasen und enden jeweils in einem bombastischen Bosskampf. Jeder Boss repräsentiert eine eigene, klar erkennbare Musikrichtung und bietet Kämpfe mit einzigartigen Choreographien. Diese Bosskämpfe stellen für mich das Highlight im Spielgeschehen dar, weil hier neben der visuell tollen Inszenierung eine richtige Herausforderung geboten wird. Die Bosse sind selbst auf Schwierigkeit “Normal” knackig schwer und erfordern ein konzentriertes Spielen mit nahezu perfektem Timing über einen Zeitraum von rund 20 Minuten. Viele Fehler dürfen sich Spielende nicht leisten, sonst muss der Boss von Beginn an wiederholt werden. Wer sich schwer tut, kann mit dem Ausbau des Skilltrees Charlie stärker machen und so die Chancen gegen die Bosse verbessern. Beim Bestreiten der vier Level wird zudem eine seichte, aber unterhaltsame Geschichte erzählt.

Darüber hinaus gibt es einen Unendlich‑Modus, in dem wir so lange wie möglich überleben und möglichst viele Gegner ausschalten müssen. Die “Infinite Disco” kann im freien Spiel oder im Missionsmodus erlebt werden. Hier schalten wir das jeweils nächste Lied frei, indem wir bestimmte Aufgaben erfüllen, etwa eine bestimmte Anzahl an Gegnern besiegen oder ein bestimmtes Manöver mehrfach ausführen. Im „Free Play“ können zudem eigene Playlisten aus den verfügbaren Liedern erstellt und die Kampfarena frei ausgewählt werden. Ein Koop-Multiplayer-Modus wird im Hauptmenü schon angedeutet, ist zum Start vom Early Access aber nicht spielbar.

Insgesamt umfasst das Spiel derzeit 30 Songs aus unterschiedlichsten Genres, darunter Rock, Metal, K- und J‑Pop, House, Rap und Pop. Einige davon sind Coverversionen bekannter Lieder. Der große Clou für die Wiederspielbarkeit: Spielende können eigene Musik integrieren, was in meinen Versuchen je nach Genre besser oder schlechter funktioniert hat. In einem rudimentären Editor bestimmt man die BPM des Songs und kann Abschnitte zum Spielen wählen. Dennoch bleibt die Tätigkeit rund um das begrenzte Moveset im Kern immer dieselbe. Wie lange Dead As Disco motiviert, hängt daher stark davon ab, wie sehr man sich vom Rhythmus‑Prügelkonzept mitreißen lässt. Insbesondere als kurzer Spaß für zwischendurch funktioniert der Titel für mich hervorragend.

Ideal für Handhelds, optional mit Raytracing

Das „für Zwischendurch“-Konzept zeigt sich auch technisch. Dead As Disco ist toll für das Steam Deck OLED und andere PC‑Handhelds optimiert und bietet dafür eigene Presets. Die Grafik ist grundsätzlich eher simpel gehalten. Sie kann aber optional mit hardwarehungrigem Lumen‑Raytracing aufgewertet werden, was zu einer wirklich ansehnlichen Beleuchtung führt, die sich toll in die stilisierte Grafik einreiht. Besonders gefreut hat mich, dass das Spiel Ultrawide‑Auflösungen unterstützt, sogar im 32:9‑Format. Für die kommenden Monate wünsche ich mir weitere Finisher-Animationen, da man sich an den bisher implementierten Animationen recht schnell satt sieht. Grafisch und technisch präsentiert sich Dead As Disco dennoch bereits im Early Access erstaunlich poliert.

Vorläufiges Fazit zum Early Access:

Dead As Disco kombiniert rhythmisches Prügelgameplay mit einer stylischen Präsentation, was in den bombastisch choreografierten und knackig schweren Bosskämpfen besonders gut zur Geltung kommt. Das Moveset ist bewusst simpel gehalten, was den Einstieg erleichtert, aber auch die spielerische Tiefe begrenzt. Weiterhin lassen Übersicht und Trefferfeedback gelegentlich zu wünschen übrig. Die wuchtigen Schläge im Beat sorgen dennoch für ein befriedigendes Spielgefühl. Der Early‑Access‑Umfang ist überschaubar, bietet aber mit kuratierten Levels und einem Unendlich‑Modus mit optionalen Missionen genügend Abwechslung für kurze Sessions. Die Möglichkeit, eigene Musik einzubinden, erhöht die Wiederspielbarkeit deutlich. Technisch überzeugt der Titel mit Handheld‑Optimierung und optionalem Raytracing.

Unterm Strich ist Dead As Disco ein stylischer, kurzweiliger Rhythmus‑Brawler, der vor allem als schneller Snack zwischendurch hervorragend funktioniert. Sofern im Rahmen des Early-Access-Programms in den nächsten Monaten noch weiter an den Spielmechaniken gefeilt wird und regelmäßig neuer Inhalt dazustößt, wird der Titel zum Pflichttitel für Rhythmusfans.

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Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.