[vc_message message_box_style="solid" style="square" message_box_color="orange" icon_fontawesome="fa fa-gift" css_animation="bounceIn"]Instant-Gaming | Hole dir jetzt PSN Guthaben zum Bestpreis! [/vc_message]

Releasedatum: 09.07.2026

Medientyp: Blu-ray, Download
Genre: Action-RPG, Adventure
Entwickler: Cygames
Herausgeber: Cygames, Plaion

Steam Store Playstation Store Nintendo Store

 


Mit „Endless Ragnarok“ veröffentlicht Cygames die Erweiterung zu einem Action-RPG, das uns zur Veröffentlichung Anfang 2024 begeistern konnte. Als wir Granblue Fantasy: Relink zum Release getestet haben, hinterließ der Titel einen starken Eindruck. Vor allem das Echtzeit-Kampfsystem mit vielen unterschiedlichen Charakteren, wuchtigen Kombos und hübsch inszenierten Teamangriffen hat auf Anhieb Spaß gemacht. Relink schafft es, ein Anime‑Actionfeuerwerk in ein unterhaltsames, motivierendes Spielgeschehen zu packen, das sowohl Solo als auch im Online-Koop überzeugt.

Auch erzählerisch funktioniert das Abenteuer rund um Protagonist Gran, Begleiterin Lyria und die Crew der Grancipher recht gut. Die Geschichte ist zugänglich und bietet einige gelungene Wendungen, ohne Vorwissen über die lange Historie des Universums zu erfordern, auch wenn die ganz großen Höhepunkte ausbleiben. Dazu kommt eine Präsentation, die mit ihrem farbenfrohen Stil, den starken Grafikeffekten und der epischen Musik immer wieder für denkwürdige Momente sorgt. Besonders positiv fiel uns das Endgame auf. Über den Storyabschluss hinaus motivieren mehrere Missionstypen, wiederholbare Bosskämpfe, Rangbewertungen, die süchtig machende Optimierung der Kampfkraft und die Möglichkeit, sich im Online‑Koop Herausforderungen gemeinsam zu stellen. Relink endet nicht einfach, nachdem der Abspann zu sehen war. Auch über die Story hinaus bietet sich ein actionreicher Spielplatz zum Experimentieren und Perfektionieren der Charakter- und Ausrüstungsgestaltung.

Das wirft nun die Frage auf: Wie lässt sich dieses gelungene Fundament ausbauen? Endless Ragnarok wird als kostenpflichtige Erweiterung für 30€ präsentiert und von einem kostenlosen Patch begleitet, der das Basisspiel an mehreren Stellen spürbar verändert. Die Erweiterung verspricht neue Story-Inhalte, einen Roguelite-Modus zum Grinden und neue spielbare Charaktere neben angepassten und frisch hinzugekommenen Spielmechaniken.

Apokalyptische Reise ins Unbekannte

Endless Ragnarok knüpft unmittelbar an das Ende des Hauptspiels an. Nachdem der Kampf gegen Proto Bahamut abgeschlossen ist und die Begleiterin Lyria nun in der Lage ist, in Gefechten mit mächtigen Beschwörungen zu helfen, erreicht die Crew der Grancipher eine neue Spur. Im Gebiet rund um den schneebedeckten Berg Neigelith scheint sich etwas Bedrohliches aufzutun. Schon früh wird klar, dass die Geschichte ein apokalyptisches Thema verfolgt. Über den Himmel von Zegagrande öffnen sich mysteriöse Tore, die die Gruppe in chaotische Sphären teleportieren. Gleichzeitig taucht eine neue Art von Bestien auf: die sogenannten Ragnarion. Das sind mutierte Kreaturen, die als Vorboten des Weltuntergangs fungieren und die vorliegende Bedrohung unterstreichen.

Die Handlung selbst bleibt insgesamt eher schlicht und wird hauptsächlich durch kurze Charakterinteraktionen vorangetrieben. Aufwendige Zwischensequenzen treten in den Hintergrund, wodurch die Story weniger spektakulär wirkt als im Basisspiel. Neben der hauptsächlichen Handlung gibt es zudem Schicksalsepisoden für die neuen Charaktere zu erleben. Als jemand, der das Granblue-Universum außerhalb von Relink nicht kennt, fühlte ich mich gut abgeholt, auch wenn mich die Story emotional nur bedingt überzeugen konnte. Dennoch fällt die Geschichte unterhaltsam genug aus, um die Motivation zum Spielen aufrechtzuerhalten und einen verständlichen Rahmen für die Einführung von neuen Inhalte zu bieten.

Härtere Gegner, neue Schwierigkeitsgrade und Crossplay‑Koop

Besonders gut gefallen hat mir, dass die neuen Ragnarion‑Feinde deutlich aggressiver auftreten als die meisten Gegner aus dem Hauptspiel. Ihre Attacken sind schneller, ihre Muster komplexer. Sie verweilen deutlich länger im verheerenden “Overdrive”-Status und verlangen den Spielenden dadurch gehörige Aufmerksamkeit ab. Wenn man in einem ohnehin lange andauernden Bosskampf kurz die Konzentration verliert und virtuell das Zeitliche segnet, kann das schon sehr frustrierend sein. Damit unterstreicht die Erweiterung klar, dass man das Endgame erreicht haben sollte, bevor man sich auf die neuen Story‑Missionen von Endless Ragnarok einlässt.

Apropos Herausforderung: Warum die neuen Kämpfe so knifflig sind, erklärt sich dadurch, dass der neue Rang “Sagenhafter Himmelsfahrer” für Quests implementiert wurde. Dieser Rang unterteilt sich in drei neue Schwierigkeitsstufen (“Chaos”, “Chaos+” sowie “Chaos++”). Hier werden stärkere Varianten bekannter Bosse eingeführt, die mit neuen Fähigkeiten überraschen, und zusätzliche Bossgegner mit anspruchsvollen Mechaniken ergänzt. Für Veteranen ist das eine willkommene Gelegenheit, die eigenen Endgame-Builds auf die Probe zu stellen. Die neuen Quests fokussieren sich voll und ganz aufs Kämpfen und sind in der Struktur sehr ähnlich, worunter ein wenig die Abwechslung leidet, keineswegs aber der Spaß.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, alle Hauptquests der Erweiterung im Multiplayer zu spielen. Dank eines neuen Crossplay‑Systems, das über ein In‑Game‑Konto läuft, können Spieler auf PS4, PS5, PC und Switch 2 problemlos miteinander spielen. Vor Release konnte ich das System in meiner Review-Version nicht ausprobieren, doch nach dem offiziellen Launch liefen meine kurzen Test-Sessions stabil und ohne Verbindungsabbrüche. Die Crossplay‑Funktion ist damit eine sehr gelungene Ergänzung und macht den Online‑Koop attraktiver als zuvor.

Sechs neue Charaktere mit eigenen Waffen und Rollen

Neben der Story war ich besonders gespannt auf die neuen spielbaren Charaktere. Insgesamt sechs neue Figuren erweitern die Auswahl. Darunter sind einige, die bereits im Basisspiel auftauchen, aber bisher nicht spielbar waren, sowie komplett neue Gesichter. Jeder dieser Kämpfer kann mit neuen Terminus‑Waffen ausgestattet werden und erfüllt eine klar definierte Rolle. Von schnellen, agilen Nahkämpfern über schwerfällige, aber robuste Tanks bis hin zu einem Scharfschützen, der aus sicherer Entfernung agiert, ist ein breites Spektrum an Spielstilen abgedeckt.

Von den neuen Figuren macht mir Fraux besonders viel Spaß. Sie ist spezialisiert auf knüppelharte Kung-Fu-Angriffe aus der Nähe, hat mit ihren feurigen Fähigkeiten aber auch reichlich Möglichkeiten, aus der Ferne Schaden anzurichten. Daraus entsteht ein vielseitiger Kampfstil, mit dem ich gleichermaßen gegen fliegende Bestien und gegen am Boden agierende Monster Erfolg habe. Die Animationen der neuen Charaktere fallen detailliert und geschmeidig aus. Darin macht sich bemerkbar, dass Cygames viel Zeit in die Ausarbeitung der neuen Figuren gesteckt hat, was dem Spielspaß zugute kommt. Wer die neuen Charaktere erst einmal kennengelernt hat, kann sie anschließend in der Story nutzen oder im neuen Spielmodus einsetzen.

Konflux als neuer Roguelite‑Modus

Konflux präsentiert sich als geheimnisvolles Tor in eine andere Dimension, das die Spielenden in wechselnde, chaotische Sphären wirft. Die Regeln des Kampfes ändern sich ständig, was den Modus dynamisch und abwechslungsreich gestaltet. Für alle, die ihre Charaktere weiterentwickeln möchten, ist dieser Modus quasi Pflicht: Jeder Konflux-Spieldurchgang wird zunehmend schwieriger und bietet eine hervorragende Möglichkeit zum Leveln und Einstreichen wertvoller Ressourcen. So muss man nicht die immer gleichen Story- und Neben-Quests wiederholen, sondern erhält in Konflux eine spaßige Option zum Aufrüsten der Figuren.

Am Ende jeder Runde erhält man in Konflux eine Auswahl an drei zufälligen “Sphärenkräften”, die in unterschiedlicher Seltenheit Statboosts sowie aktive und passive Effekte bieten. Neben der klassischen Bekämpfung von Bestien warten hier auch gelegentlich Challenges, die das Spielgeschehen etwas auflockern. Inmitten eines Durchlaufs erhalten Spielende die Möglichkeit, gesammelte “Konflux-Punkte” gegen zusätzliche Sphärenkräfte zu tauschen. Nach Abschluss einer “Ebene” sieht man sämtliche Beute und erhält einen Bonus an Materialien für Waffen- und Rüstungsupgrades. Wird eine Ebene beendet, werden die vergebenen Sphärenkräfte zurückgesetzt. Während jeder Runde sammelt man allerdings auch eine spezielle Währung (“Resonanzpunkte”), mit der man permanente Verbesserungen für zukünftige Konflux‑Durchläufe freischaltet.

Der Modus zeichnet sich durch eine angenehme Wiederspielbarkeit aus, erweitert sich im Verlauf der Story mit neuen Ebenen und verpasst dem Grinding-Ablauf des Spiels ein wenig mehr Abwechslung. Während die Story-Quests von Endless Ragnarok erst nach Abschluss der Hauptstory stattfinden, steht Konflux bereits ab Kapitel 6 als Hilfsmittel zum Besserwerden bereit. Für viele RPGs ist Grinding ein notwendiges Übel, doch Relink findet hier einen Weg, den Ressourcengrind tatsächlich unterhaltsam zu gestalten.

Epische Beschwörungen und neue Meisterfähigkeiten

Um den Herausforderungen von Endless Ragnarok gewachsen zu sein, stehen neue Spielmechaniken zur Verfügung. Die wichtigste Ergänzung sind Beschwörungen, die über eine Leiste aufgeladen werden. Sobald sie voll ist, kann man bis zu vier Beschwörungen aktiv einsetzen und für kurze Zeit direkt steuern. Beschwörungssteine erhält man als Belohnung für den Abschluss bestimmter Storyaufgaben oder über Nebenquest‑Drops. Jede Beschwörung besitzt zufällige Merkmale, sodass selbst doppelt erlangte Exemplare aufgrund unterschiedlicher Effekte wertvoll sein können. Die Beschwörungen richten beachtlichen Schaden an, fühlen sich dadurch mächtig an und erweitern das Kampfsystem auf sinnvolle Weise. Auch bei Aktivierung eines Team-Burstangriffs unterstützt Lyra passiv mit zusätzlichem Schaden durch eine Beschwörungsattacke. Diese sogenannten “Primal Bursts” sind sehr wuchtig inszeniert und reihen sich schlüssig in das bestehende Gameplay ein. Das System rund um Beschwörungen lässt sich allerdings nur bei Inhalt nutzen, der unter dem neuen “Sagenhafter Himmelsfahrer”-Rang angeboten wird.

Darüber hinaus führt Endless Ragnarok Meisterfähigkeiten ein. Dabei handelt es sich um neue Fertigkeiten, die es erlauben, Charaktere ab Level 100 weiter zu spezialisieren. Es gibt drei Kategorien an Meisterstilen: Einsicht, Essenz und Enigma, jeweils mit einem eigenen schlichten Talentbaum. Dieses System sorgt dafür, dass auch ältere Charaktere frischen Wind eingehaucht bekommen und sich gezielt auf bestimmte Spielstile ausrichten lassen. Über die Waffenerweckung lassen sich Aufstiegswaffen auf maximaler Stufe nun auch noch weiter aufwerten, was einmal mehr dazu führt, dass auch das bestehende Figurenaufgebot mächtiger gestaltet werden kann.

Aufgrund der ohnehin komplexen, ineinander verzahnten Systeme zur Ausrüstung rund um Siegel, Lichtsteine und dem bestehenden Meisterschaften-Prinzip brauchte ich eine Weile, bis ich mit den neuen Systemen so richtig vertraut war. Grundsätzlich sind die Menüs gut aufgebaut und alle Mechaniken werden erklärt. Durch die Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten und teilweise ähnlich benannten Systemen brauchte ich dennoch eine gewisse Gewöhnungszeit, bis ich die neuen Mechaniken verinnerlicht hatte.

Assist‑Modi und Zugänglichkeit

Das actionreiche Kampfsystem mit einer aktiv gesteuerten Figur und drei passiven Begleitern bleibt weiterhin die größte Stärke des Spiels. Wer jedoch unter die virtuellen Arme gegriffen bekommen möchte, kann den “Unterstützungsmodus” und den “Vollen Unterstützungsmodus” nutzen. Dadurch werden Angriffe automatisch ausgeführt, ebenso Ausweich- und Blockmanöver ohne unser Zutun aktiviert. Diese Modi waren bereits im Basisspiel vorhanden, können mit der Erweiterung aber nun in weiteren Spielinhalten genutzt werden. Zwar würde ich es nicht empfehlen, diese Einstellungen dauerhaft zu aktivieren. Doch als Option zur Erhöhung der Zugänglichkeit und Barrierefreiheit sind die Unterstützungsmodi sicherlich eine sinnvolle Ergänzung.

Verbesserungen am Basisspiel

Parallel zur Veröffentlichung der kostenpflichtigen Erweiterung hat das Basisspiel ein umfangreiches Update für lau erhalten. Die Liste der Änderungen ist lang: Verbesserungen am Spielgefühl beim Kampf, ein optimiertes Anvisier‑System, schlauer agierende CPU-Begleiter, Balancing‑Anpassungen für Story‑Quests, Stat-Anstiege für bestehende Charaktere, bessere Droprates, diverse Quality-of-Life-Optimierungen und sogar neue Zwischensequenzen haben es in das Spiel geschafft. Wer den DLC nicht kauft, muss zwar auf die neuen Spielmechaniken rund um die Meisterfähigkeiten und Beschwörungen verzichten, erhält zumindest aber auch die neue Crossplay‑Funktion. Die vollständige Übersicht aller Änderungen findet sich auf der offiziellen Seite: Zur Update‑Übersicht

Überblick der Rezensionen
Story. Charaktere und World Building
7.5
Spielmechaniken und Spaßfaktor
9.5
Inhalt und Umfang
9
Abwechslung und Langzeitspaß
8.5
Grafik und Sound
9.5
Vorheriger ArtikelSpielmechaniken von DRAGON BALL XENOVERSE 3 in neuem Trailer vorgestellt
Nächster ArtikelWarhammer 40,000: Dark Heresy stellt Begleiter Saro vor
Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
granblue-fantasy-relink-endless-ragnarok-im-testGranblue Fantasy: Relink - Endless Ragnarok setzt als Erweiterung gezielt auf den Endgame‑Systemen von Relink auf. Neue Quests mit knackig schweren Bossen, frische Spielmechaniken, sechs neue Charaktere samt zusätzlichen Waffen und Schicksalsepisoden, ein Roguelite-Modus mit hoher Wiederspielbarkeit und eine neue Story, die zwar nicht emotional heraussticht, aber dennoch zu unterhalten weiß, ergeben ein lohnenswertes Gesamtpaket. <p></p> Neue Spielende profitieren von einer etwas sanfteren Lernkurve und einem besseren Einstieg ins Endgame. Relink-Veteranen erhalten neue Herausforderungen und zusätzliche Möglichkeiten, ihre Builds auszubauen und zu optimieren. Zusammen mit den Balancing‑Verbesserungen des Basisspiels und der sehr willkommenen Crossplay‑Funktionalität für die ohnehin tollen Koop-Möglichkeiten präsentiert sich Granblue Fantasy: Relink besser denn je. Wer sich nicht vor einem grundsätzlich grindlastigen Spielfluss scheut, erhält mit dem Hauptspiel sowie der Erweiterung ein äußerst spaßiges und süchtig machendes Action-JRPG mit fantastischem Kampfsystem, schicker Anime-Optik und epischen Soundtrack.