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Lego Marvel Super Heroes im Test

Lego-Marvel-Super-Heroes-CoverReleasetermin: 29.11.2013

 

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Action-Adventure
Entwickler: TT Games
Herausgeber: Warner Bros. Interactive Entertainment

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Das Marvel-Universum ist wahrlich nicht nur für Kinder gedacht. Die Heldengeschichten haben Fans in jeder Altersklasse. Für Lego-Spielzeug mag diese alterslose Begeisterung weniger gelten, aber wenn Marvel und Lego aufeinandertreffen, sollten nicht nur die Kleinen unter euch die Ohren spitzen. Lego Marvel Super Heroes ist der erste Lego-Titel für die PS4 und weiß durchaus mit den Muskeln der Konsole zu spielen. Wir verraten euch, was das Adventure zum Toptitel macht.

 

Von kosmischen Blöcken und bösen Machenschaften – die Story und das Gameplay

Die Handlung des Spiels fängt episch an: Der Silver Surfer macht eine Bruchlandung auf die Erde, wodurch sein magisches Surfbrett in kosmische Lego-Blöcke mit unglaublichen Kräften zerbricht. Natürlich bleibt dieser Vorfall nicht unbeobachtet, denn eine Reihe an Marvel-Schurken ist fortan hinter den kosmischen Splittern her. Die SHIELD-Einheit muss die bösen Pläne durchkreuzen und vereint alle Helden des Marvel-Universums, um die kosmischen Blöcke von Dr. Doom fernzuhalten. Denn der will die außerirdische Kraft der Teile für seinen „Strahl des Untergangs“ nutzen. Wie wir es schon aus vorherigen Lego-Abenteuern kennen, kommt der Humor im Spiel nicht zu kurz. Der mag zwar manchmal etwas albern sein, so wird beispielsweise ein Superschurke zum Tollpatsch gemacht, aber auch Anspielungen sind dabei, die die jüngere Zielgruppe nicht unbedingt verstehen mag. Spaß für die ganze Familie ist also garantiert. Als Spieler übernimmt man die Rolle verschiedener Marvel-Helden und versucht, die kosmischen Blöcke aufzuspüren, die im ganzen Universum zerstreut sind. So findet man sich im Fantastic Four Hauptquartier wieder, im Schurken-Gefängnis bekannt als Raft oder auch in der außerweltlichen Dimension von Asgard – nur um einige Beispiele zu nennen. Die Erkundung verläuft in Levels ab, die komplett aus Lego-Steinen gebaut sind und an einigen Stellen neue Gegenstände erfordern, die aus herumliegenden Lego-Teilen gebastelt werden können. Ebenso müssen von Zeit zu Zeit verschiedene Rätsel gelöst werden, um in einem Areal fortzuschreiten. Jeder Lego-Held hat unterschiedliche Kräfte und Fähigkeiten, die in jedem Level zum Vorschein kommen. Starke Helden, so zum Beispiel der Hulk, sind die einzigen Figuren, die große Absperrungen tragen und wegräumen können. Physiker wie Jean Grey können bestimmte Lego-Blöcke manipulieren und ein Held wie Thor, der die Kraft des Sturms inne hat, kann Lego-Stücke elektrisch aufladen.

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Große Figuren-Auswahl und jede Menge zu tun – der Umfang

So stellt man sich in jedem Level vor die Herausforderung, in einem Stück das andere Ende zu erreichen, die Kräfte der spielbaren Helden richtig einzusetzen, kleinere Puzzle-Abschnitte zu lösen und Sammelstücke zu finden. Es stehen zu Beginn nicht alle Charaktere zur Verfügung, so müssen sich die Figuren erst freischalten. Das animiert zum erneuten Spielen bereits gelöster Level, da diese oft Passagen beinhalten, die nur mit noch gesperrten Charakteren betretbar sind. Das Figuren-Lineup ist wahnsinnig beeindruckend, denn mehr als 100 Helden und Schurken lassen sich freischalten. Dabei sind nicht nur die bekanntesten Marvel-Vertreter dabei, sondern auch erstaunlich viele Figuren, die im Marvel-Universum nie im Rampenlicht stehen – toller Fanservice. Eine der größten Stärken spielt der Titel leider erst nach Abschluss der Handlung aus: Die offene Welt in Form von New York. Während den Missionen ist man an die vorgegebene Umgebung gebunden, doch wenn man die Story beendet, steht das virtuelle Lego-New York als großer Sandkasten frei zur Verfügung. Verbunden mit der riesigen Auswahl an Charakteren können Lego- und insbesondere Marvel-Fans Stunden damit verbringen, die Stadt auf den Kopf zu stellen. Als Iron Man über die aus virtuellem Plastik gebauten Dächer zu fliegen, macht nicht nur den jüngeren unter uns Gamern einen großen Spaß. Es gibt jede Menge zu tun, denn die Stadt beherbergt Massen an sammelbaren Objekten, so auch die gut versteckten Deadpool-Steine, die Cheats freigeben. Seltene Autos können aus herumliegenden Lego-Steinen erschaffen werden, verschiedene Mini-Missionen gibt es hier und da – es ist für wirklich lange und abwechslungsreiche Spielzeit gesorgt. Ebenso großer Pluspunkt ist die Einbindung eines Coop-Modus. Jederzeit kann sich ein Kumpel einen zweiten Controller schnappen und einen der verfügbaren Charaktere steuern. Auch wenn diese Möglichkeit den Spielspaß erhöht, machen sich insbesondere in diesem Aspekt die Kameraprobleme sichtbar. Die Kameraarbeit ist leider auch im Solo-Spiel nicht optimal und kann für frustrierende Momente sorgen, doch im Zweispielermodus wird es besonders chaotisch. Die parallele Kameraperspektiven werden ständig neu ausgerichtet, was beim Spielen einfach nur stört. Das trübt den Spaß zu zweit dann doch deutlich.

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Explodierende Lego-Blöcke – die Grafik und der Sound

Lego Marvel Super Heroes macht optisch einen durchaus guten Eindruck. Die Levels sind mit schön anzusehenden Effekten ausgestattet: Schneefall, fließendes Wasser und auch die Explosion von zerstörten Lego-Teilen in viele bunte Einzelteile beeindrucken. Die Grafik wirkt sehr poliert und punktet durch butterweiche Animationen und einem hohen Detailgrad in der Umgebung. Die Lego-Charaktere und ihre Kostüme sind sehenswert ausgearbeitet. Der technische Eindruck wird verstärkt durch die tolle Synchronisation der Figuren, die mehr Leben in das virtuelle Plastik einhauchen. Auch hier kommt wieder der Aspekt des Humors zum Vorschein, denn die Figuren lassen einen witzigen oder auch verachtenden Spruch nach dem anderen ab. Der Soundtrack wird einem Superhelden-Epos gerecht und rundet den vorzüglichen Eindruck der technischen Möglichkeiten ab.

 

Fazit

Lego Marvel Super Heroes sieht nicht nur super aus, es spielt sich auch so. Die Story wird dem Marvel-Universum gerecht und weiß durch den richtigen Grad an Humor zu begeistern. Die Level sind wunderbar konstruiert und erfordern ein wenig Grips, denn es gibt etliche Rätsel und bei der riesigen Auswahl an Charakteren muss erst einmal der Richtige zur Benutzung auserwählt werden. Es gibt so viele Figuren, sowohl die allseits bekannten, als auch die eher unbekannten. Wahnsinnig viele Sammelstücke und Geheimnisse sind zu entdecken und die freie Stadt bietet große Beschäftigung. Leider ist das virtuelle New York erst nach Abschluss der Story frei begehbar, das hätte man eleganter lösen können. Auch der Zweispielermodus kann uns nicht völlig überzeugen, was auf die teils grauenvolle Kameraführung zurückzuführen ist. Dennoch ist es das fast perfekte Lego-Abenteuer, das auf der PS4 so richtig zu glänzen weiß. Lego und Marvel sind nicht nur für kleine Kinder gedacht, wir empfehlen also jedem, einen Blick zu riskieren.

 

Positiv-Icon Tolle Heldenstory und überzeugender Humor

Positiv-Icon Riesiger Umfang in einer frei begehbaren Stadt

Positiv-Icon Klasse Spielmechaniken, die ein wenig Grips erfordern

Positiv-Icon Hübsche Optik und toll vertonte Figuren

Positiv-Icon Grundsätzlich spaßiger Coop-Modus…

Negativ-Icon …der durch die schlechten Kameraperspektiven an Reiz verliert

Negativ-Icon Freie Stadt erst nach Abschluss der langen Story verfügbar

Dominik
Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
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