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Releasedatum: 07.05.2026

Medientyp: Download
Genre: Abenteuer, Minispiele
Entwickler: Beethoven & Dinosaur
Herausgeber: Annapurna Interactive

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Entwickler Beethoven & Dinosaur schickt uns mit Mixtape auf eine Reise durch die Jugend dreier Teenager. Fünf Jahre, nachdem das Studio mit seinem Erstlingswerk The Artful Escape Presse und Spielende begeistern konnte, folgt nun ein weiterer Titel mit musikalischem Fokus. Stürmt Mixtape mit diesem Konzept die Charts oder bleibt es für das Studio beim One-Hit-Wonder?

Coming-of-Age-Story mit nostalgischen Teenager-Erinnerungen

Mixtape stellt ein storygetriebenes Erlebnis dar, das die „Greatest Hits“ der Erinnerungen eines jugendlichen Trios in spielbarer Form präsentiert. Drei beste Freunde stehen im Mittelpunkt, deren Jugendjahre von Musik, der ersten Liebe, feuchtfröhlichen Partys, nächtlichen Eskapaden samt Flucht vor der Polizei und dem bittersüßen Abschied vom Highschool-Leben geprägt sind. Das alles wird präsentiert mit einer Menge 80er- und 90er-Jahre-Vibes, vom Soundtrack bis hin zur Menügestaltung, die wie ein auf ein CD-Rohling gebranntes Mixtape inszeniert ist. Musik ist als Herzstück des Spiels das zentrale Element, das die drei Hauptfiguren miteinander verbindet.

Charmante Rückblenden statt großer Dramatik

Die Geschichte selbst ist nicht besonders tiefgründig, spielt aber immer wieder seine Emotionalität gekonnt aus. Tatsächlich passiert erzählerisch gar nicht so viel; die eigentliche Handlung beschränkt sich auf wenige fiktive Stunden. Stattdessen setzt Mixtape auf Rückblenden, Erinnerungen und Fotos, um die vergangenen Jahre der Teenager zu beleuchten. Das ist handwerklich gut umgesetzt: Die Dialoge sind frech, humorvoll und stellenweise herrlich vulgär, sprich genau so, wie man es von einer Gruppe jugendlicher Außenseiter erwarten würde. Die englische Sprachausgabe ist hervorragend gelungen. Deutsche Stimmen gibt es hingegen nicht, wir müssen uns mit deutschen Untertiteln vertrösten. Der Humor, der in den Gesprächen mitschwingt, gehört zu den unterhaltsamsten Aspekten des Spiels und trägt viel zur Leichtigkeit der Erzählung bei.

Spielerisch ein wilder Mix

Spielerisch präsentiert sich Mixtape als Sammlung kurzer Gameplay-Abschnitte, die lose aneinandergereiht sind. Eine Minute rast man auf einem Skateboard einen Hügel hinunter, zieht coole Tricks ab und weicht Autos aus. Im nächsten Moment mischt man sich aus mehreren Geschmacksrichtungen den perfekten Slushie. Und plötzlich steuert man Zungen, während man die erste, herrlich unbeholfene Kusserfahrung der Protagonistin nachspielt. Manche dieser gespielten Story-Schnipsel sind tatsächlich so seltsam, wie sie klingen.

Diese abrupten Wechsel können hier und da chaotisch wirken, der rote Faden verschwindet gelegentlich im Hintergrund. Zusammengehalten wird das Ganze letztlich durch einen abwechslungsreichen Soundtrack aus verschiedenen Genres. Jedes jugendliche Erlebnis, das uns Mixtape präsentiert, erhält ein Minispiel mit einem passenden Song. Das macht das Erlebte nicht weniger chaotisch, ist aber so charmant umgesetzt, dass ich ganz gut über die wechselhaften Abschnitte hinwegsehen konnte.

Durch minimalistische Interaktion ideal geeignet für Casual-Spieler

Die Interaktionen im Spielgeschehen fallen bewusst einfach aus. Die Steuerung ist leicht verständlich, die Mechaniken bleiben simpel und auf wenige Controller-Buttons und -Sticks beschränkt. Wer komplexes Gameplay erwartet, wird hier nicht fündig. Dadurch fühlt sich der Titel phasenweise an wie ein interaktiver Film. Zwischen den Minispiel-Segmenten steuert man Protagonistin Stacey Rockford durch kleinere Bereiche, begutachtet Polaroid-Fotos, erinnert sich an vergangene Momente oder hebt eine Kassette mit einem früheren Lieblingssong auf.

Manche betrachteten oder aufgehobenen Objekte liefern optionale Dialoge, welche die Vergangenheit und Zusammenhänge im Leben der drei Teenies nochmal besser beleuchten. Elemente, die die Handlung vorantreiben, sind gelb markiert. Optionale Interaktionen sind hingegen weiß markiert. Insgesamt ist Mixtape ein kurzes Erlebnis, das in meinem Fall nach drei Stunden abgeschlossen war. Selbst wer jeden Winkel der Spielwelt erkundet, hat ein kurzes Abenteuer vor sich. Immerhin ist der Titel zum Budgetpreis von 19,99€ erhältlich, was angesichts der hochwertigen Inszenierung fair wirkt.

Präsentation als echtes Highlight

Optisch hat mir Mixtape extrem gut gefallen. Die Umgebungen sind leicht stilisiert und haben dadurch einen eher weichen Look. Durch eine eindrucksvolle Beleuchtung werden natürliche, realistisch wirkende Szenerien geschaffen, die gleichzeitig einen verträumten Eindruck vermitteln. Im starken Kontrast dazu stehen die Hauptfiguren: Sie sind deutlich cartoonhafter gestaltet und bewegen sich mit Stop-Motion-Animationen. Diese Kombination sorgt für ein außergewöhnliches visuelles Erlebnis mit vielen beeindruckenden Momenten.

Ich habe Mixtape auf dem PC mit maximalen Einstellungen gespielt, wo die Optik besonders zur Geltung kommt. Der Port ist allerdings hardwarehungrig, wenn man in 4K bei maximalen Einstellungen spielt. Angesichts der Tatsache, dass die Unreal Engine 5 zum Einsatz kommt, sollte das aber auch keine Überraschung darstellen. Glücklicherweise bietet das Spiel zahlreiche Grafikoptionen, sodass sich die Grafik nach Belieben anpassen lässt. Vermisst habe ich allerdings die Unterstützung moderner Upscaling-Technologien.

Ein Soundtrack als musikalisches Tagebuch

Der Soundtrack ist das Herzstück von Mixtape und wartet mit echten Größen unterschiedlicher Genres wie The Smashing Pumpkins, Iggy Pop oder Siouxsie and the Banshees auf. Die Songs sind nicht nur Beiwerk, sondern eng mit den Erinnerungen der Figuren verknüpft. Viele Szenen spielen sich über die gesamte Länge eines Tracks ab und sind fast wie ein interaktives Musikvideo präsentiert.

Ein besonders amüsanter Abschnitt lässt die Protagonisten beispielsweise während einer Autofahrt zum Song headbangen, klatschen oder die Innenraumbeleuchtung im Takt ein- und ausschalten. Diese Sequenz wird aus unterhaltsamen Kameraperspektiven gezeigt und vollständig vom Spieler gesteuert. Auch wenn die Story dadurch nicht wirklich vorangetrieben wird, lebt Mixtape von genau diesen humorvollen, musikalisch geprägten Momenten aus dem Teenie-Alltag.

Obwohl viele Songs der gespielten Musik nicht unbedingt meinem privaten Geschmack entsprechen, hat mich die musikalische Reise durch die Jugend der Figuren voll abgeholt. Mixtape spielt das Musikthema konsequent und mit viel Liebe aus.

Überblick der Rezensionen
Story. Charaktere und Humor
8.5
Tiefgang im Spielgeschehen und Umfang
6
Zugänglichkeit
9
Grafik und Präsentation
9.5
Soundtrack und Sprachausgabe
10
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Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
mixtape-im-testMixtape ist eine liebevolle Hommage an die Jugend, an Freundschaft und an die Songs, die uns ein Leben lang begleiten. Das Spielgeschehen bietet nur sehr einfache Mechaniken. Doch gerade diese Leichtigkeit beim Spielen passt toll zum Konzept der Sammlung jugendlicher, von Musik untermalter Erinnerungen. Die kurzen Minispiele sind chaotisch, ergeben im Zusammenspiel mit dem abwechslungsreichen, hochkarätigen Soundtrack aber ein stimmiges Gesamtbild. Die Präsentation gehört zu den großen Stärken des Spiels: Die Kombination aus stilisierten Figuren mit Stop-Motion-Animationen und ansehnlich dargestellten Umgebungen sorgt für viele visuelle Highlights, die englischen Sprecher glänzen in der tollen Sprachausgabe. <p></p> Wer sich nicht an der kurzen Spielzeit von rund 3 Stunden stört und sich auf eine musikalische Reise einlassen möchte, findet in Mixtape ein charmantes Coming-of-Age-Abenteuer mit jeder Menge Emotionen, Humor und 80er- und 90er-Atmosphäre.