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Overwatch – Origins Edition im Test

 

Releasetermin: 24.05.2016

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: First-Person-Shooter, Online-Teamshooter
Entwickler: Blizzard Entertainment
Herausgeber: Activision Blizzard

 

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Ein neues Spiel von Blizzard sorgt in der Gaming-Szene stets für große Vorfreude. Denn was der Riesenkonzern anfasst, wird meistens zu Gold: Die Diablo-Reihe, die Starcraft-Spiele und nicht zuletzt (World of) Warcraft haben allesamt die Szene geprägt. Als Blizzard im November 2014 ankündigte, mit Overwatch nun auch das Shooter-Genre anzugehen, stand die Gamer-Welt Kopf. Nach der langen Phase einer geschlossenen Beta und einer offenen Beta Anfang Mai, die vieler Spieler heiß auf das finale Produkt machte, ist Overwatch nun auf PS4, Xbox One und PC erhältlich. Die Origins-Edition bringt neben dem Basisspiel auch gleich fünf zusätzliche Skins für Figuren mit ein. Doch ist der Hype gerecht gewesen? Kann Blizzard wirklich jedes Genre in der bekannten Qualität abliefern? Wir haben es herausgefunden.

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Helden-Riege als große Stärke

Die vielfältigen Figuren von Overwatch sind zweifelsohne das Aushängeschild des Spiels. Der Begriff “Hero-Shooter” präsentiert sich als großer Trend, mit dem beispielsweise auch 2K Games sein Konzept für Battleborn schmückte. Eins vorweg: Auch wenn die beiden Titel aufgrund der Hero-Thematik auf dem ersten Blick (auch dank ähnlichem Grafikstil) deutliche Parallelen zu haben scheinen, gehen die Titel ein jeweils unterschiedliches Geschehen an und sollten nicht zum direkten Vergleich herangezogen werden. Letztendlich bieten die Spiele unterschiedliche Erlebnisse. Doch zurück zu Overwatch. Es gibt nicht viele Spiele, die ein dermaßen umfangreiches, spielbares Figutenaufgebot vorweisen, das auch noch durch die Bank weg von hoher Qualität und gut ausbalanciert ist. Jeder der 21 verfügbaren Charaktere hat seine Stärken und Schwächen, die untereinander aufgehoben werden können. Manche Figuren eignen sich eher für erfahrene Spieler, denn ist eine Figur mit geringer Lebensleiste und spezieller Fähigkeitenausrichtung schwerer zu spielen, als gar ein Allround-Held, der in allen Bereichen mit durchschnittlichen Leistungen für einen guten Einstieg sorgt. Jede Figur kommt mit zwei aktiven Fähigkeiten daher, die sich über Zeit aufladen und schließlich zur Aktivierung bereitstehen. Von mächtigen Angriffen über Geschwindigkeitsboosts bis hin zu Heil-Fähigkeiten oder zur Schild-Benutzung ist eine weite Palette an Fertigkeiten auf die Charaktere verteilt. Bei einigen Figuren kommen weiterhin passive Vorteile hinzu, die beispielsweise eine bestimmte Spielweise begünstigen.

Jederzeit sind die Fähigkeiten der Helden übersichtlich einsehbar
Jederzeit sind die Fähigkeiten der Helden übersichtlich einsehbar

Alle 21 Helden werden durch eine “Ultimative Fähigkeit“ abgerundet, die sich ebenfalls mit der Zeit auflädt. Eine erfolgreiche Spielweise trägt allerdings dazu bei, dass der Ultimative-Perk schneller zur Verfügung steht. Auch hier werden die unterschiedlichsten Fähigkeiten präsentiert, die in jedem Fall aber besonders mächtig sind. Der erste große Spaß in Overwatch war für mich, jede einzelne Fertigkeit und jeden Ultimativen Skill auszuprobieren. Neben einem Tutorial können Spieler auch ein “Trainingsbereich”-Szenario betreten, das statische und bewegende Bots in einer kleinen Arena zu unserem Kanonenfutter macht. Hier merkte ich schnell, dass Overwatch zugängliche Schussmechaniken bietet. Die verschiedenen Waffen der Figuren fühlen sich selbstverständlich unterschiedlich an, doch ist stets eine präzise Kontrolle möglich und auch die Wucht hinter den Schüssen wird zufriedenstellend herübergebracht. Manch ein Held bewegt sich schnell, manch einer bewegt sich träge fort, doch lassen sich alle gut kontrollieren. Auch wenn ich persönlich mittlerweile die PC-Fassung für Maus- und Tastatur-Steuerung spiele, hat das mit meiner eigenen Präferenz zu tun. Auch auf dem Dualshock 4-Controller fühlt sich Overwatch gelungen an. Neben meinem ersten Einblick in die Mechaniken des Spiels lieferte der Trainingsbereich zudem einen fantastischen Spielplatz, um mich mit den vielen Figuren und jeweiligen Eigenheiten auszutoben. Hier lassen sich allerlei Fähigkeiten wunderbar ausprobieren, was ich jedem Spieler nur empfehlen kann. Es ist nämlich ein herber Nachteil, im Kampf gegen Online-Spieler keine Ahnung von seinen Hilfsmanövern zu haben. Auch sorgt das Ausprobieren dafür, dass sich schnell ein Lieblingsheld herauskristallisiert, mit dem die erste Online-Schlacht nach einiger Übung und Gewöhnung nicht allzu frustrierend ausfällt. Denn der Fokus des Titels liegt natürlich auf den Mehrspielerschlachten, die über drei Modi und 12 Maps verteilt auf den Blizzard-Servern stattfinden.

Zu wenig Inhalt trotz irrsinnig spaßigem Geschehen?

Overwatch dreht sich um zwei Teams, aus jeweils sechs Helden bestehend, die sich in zielbasierten Modi um den Sieg streiten. Das Spiel ist – entgegen diverser Aussagen von verschiedenen Seiten – nicht dem MOBA-Genre zuzuordnen, sondern bietet schlicht und einfach Teamplay-Action, die sich auf die Erfüllung von Zielen fokussiert. In “Punkteroberung” versucht ein Team, zunächst einen Punkt auf der Karte, im Anschluss einen zweiten Punkt zu erobern, was das andere Team logischerweise zu unterbinden versucht. In “Kontrolle” stehen in drei Runden drei verschiedene Zonen im Level bereit, die beide Teams gleichzeitig an sich zu reißen versuchen – wer in drei Runden die Kontrolle von zwei Bereichen auf 100% bringt, gewinnt. “Frachtbeförderung” ist recht selbsterklärend: Eine Art Zug bewegt sich mit wertvoller Fracht bestückt in der Map Richtung Ziel fort, wenn das angreifende Team sich in der Nähe des Vehikels befindet. Die verteidigenden Gegner hingegen können mit übersteigender Präsenz in der Nähe den Zug wieder in die entgegengesetzte Richtung, weg vom Ziel, befördern. Unterwegs präsentieren sich mehrere Speicherpunkte, die dem transportierendem Team nicht nur mehr Zeit gewähren, sondern auch die Map Stück für Stück weiter öffnen. Die Spielvarianten sind allesamt gut durchdacht, doch wird hier wahrlich nichts Kreatives geboten. Die beiden erstgenannten Zonen-Erobern-Modi kommen in ähnlicher Form in fast jedem Shooter zum Einsatz, während Frachtbeförderung stark an den “Payload”-Modus von Team Fortress 2 erinnert. Zudem spielen sich die beiden Eroberungs-Modi gefühlt nicht allzu unterschiedlich, was den Umfang etwas abschwächt. Die Maps sind allesamt toll gestaltet und zeichnen sich durch ein gelungenes Leveldesign aus, auch wenn die ein oder andere Umgebung deutliche Engpässe hat, an denen die meiste Action über die Bühne läuft und nicht selten absolutes Chaos herrscht. Auch war es sicherlich ein schweres Unterfangen, die Areale auf die unterschiedlichen Figuren abzustimmen, doch sorgen mehrere Ebenen in die Vertikale, dass auf so ziemlich jeder Map Chancengleichheit für alle Figuren das Resultat lautet. Die Maps überzeugen, die Modi sind spaßig – wo liegt das Problem? Derzeit noch beim Inhalt. So unterhaltsam das Gebotene auch ist, hat man sich schnell an den Umgebungen und an den drei Spielprinzipien satt gesehen. Natürlich hilft ein überschaubarer Umfang dabei, dass Spieler mit der Zeit immer mehr Kniffe und Tricks beim Spielen herausfinden und letztendlich die Maps in- und auswendig lernen. Doch ist der verfügbare Inhalt schlicht etwas mau ausgefallen. Die Option zu eigenen Playlists ist willkommen und auch der “Brawl der Woche” ist ein nettes Feature, bei dem sich Spieler bei wöchentlich rotierenden Regeln und Umständen austoben können. Insgesamt aber gibt der Umfang bisher den schwächsten Eindruck in Overwatch ab. Auch für Singleplayer-Fans sieht es schlecht aus: Zum einen benötigt Overwatch konstant eine Internetverbindung, zum anderen gibt es kaum Spielmöglichkeiten für Solo-Gamer. Das Tutorial und den Bot-Schießplatz habe ich bereits erwähnt. Dazu gesellt sich die Gelegenheit, mit anderen Online-Spielern im Team gegen unterschiedlich starke Bots anzutreten. Eine Solo- oder Koop-Kampagne liegt nicht vor, sodass sich hauptsächlich Multiplayer-Junkies auf Overwatch stürzen sollten. Trotz derzeit durchwachsenem Umfang ist die Zukunft des Spiels vielversprechend: Blizzard kündigte an, den Titel stets mit neuen Karten und Modi und gar neuen Helden zu unterstützen, die praktischerweise kostenfrei für alle Käufer des Spiels erhältlich sein werden. Ende Juni steht mit der Möglichkeit zu Ranglisten-Spielen der erste große Schritt an. E-Sports Fans warten gespannt darauf, je nach aktueller Leistung in dreimonatigen Saisons verschiedenen Divisionen auf- und absteigen zu können. Die genauen Details stehen noch aus, doch hat die Rangliste in Overwatch das Zeug dazu, den Titel noch populärer zu machen und langfristig in der Szene festzunageln.

Doch muss immer ein bombastischer Umfang vorliegen, um auch langfristig Spaß zu haben? Overwatch beweist eindrucksvoll, dass der maue Inhalt dem Langzeitfaktor im Endeffekt kaum schadet. Im Kern ist der Titel nämlich ein fantastisches Beispiel dafür, wie effektiv das “leicht zu lernen, schwer zu meistern”-Konzept wirken kann. Es dauert eine Weile, bis man sich eine Figur so richtig aneignet – und es dauert es recht, um mit einem Charakter online auch wirklich erfolgreich zu spielen. Ich mochte nach meinem ersten Probeversuch mit jedem Helden keine Figur so wirklich, doch dauerte es nicht lang, bis ich zumindest an einer Handvoll Charakteren Gefallen gefunden habe. Je länger ich mit einer Klasse spielte, umso erfolgreicher fiel meine Spielweise aus – und auch der Spielspaß stieg stetig an. Probierte ich nach dutzenden Runden dann mal eine völlig neue Figur aus und spielte einige Matches mit dieser, entwickelte ich ebenso langsam ein Verständnis für die Vor- und Nachteile der Figur. Die wahre Stärke eines Helden mag den Spielern nicht schon nach zwei Runden auffallen, sondern manchmal erst nach der 20-sten, wenn es mit den richtigen Teamkameraden “Klick” gemacht hat. Wie eingangs erwähnt verfügen alle Figuen über eine immens hohe Qualität und so habe ich bisher keinen Charakter gefunden, der mir nach mehreren Versuchen letztendlich nicht doch gefallen hat. Mit seinen vier verschiedenen Kategorien bietet Overwatch unterschiedliche Klassen an, die zu völlig abweichenden Spielweisen führen können. Angriff und Defensive, Tanks und Unterstützung lauten die Unterteilungen, die allerdings keineswegs Gruppen von identischen Figuren präsentieren. Vielmehr spielen sich die Helden innerhalb der strategischen Einteilungen noch einmal völlig unterschiedlich. In den Reihen der Unterstützer zeigt sich Mercy beispielsweise als mächtige Heilerin, während der flinke Lucio ebenfalls in geringerem Maße heilen kann, dafür aber breitere Flächen abdeckt und auch für Geschwindigkeitsboosts sorgen kann. Genau so lassen sich die beiden Tanks D.Va und Reinhardt nicht vergleichen. Beide halten grundsätzlich viel Schaden aus, doch ist Reinhardt auf Nahkampfangriffe bedacht und kann ein großes Schild hervorrufen, während D.Va in einem starken Mech sitzt, der gefährliche Explosivmunition verschießt. Die 21 Figuren machen eine große Vielfalt an Spielstilen möglich, was demnach nicht nur eine große Spielerschaft anspricht, sondern auch für Abwechslung sorgt.

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Gemeinsam zum Sieg – Teamplay das A und O auf dem Weg zum Erfolg

Nicht nur der Abwechslung halber lohnt sich der häufige Wechsel der Figur. Als zielbasierter Teamshooter dreht sich in Overwatch alles ums Teamwork, das mit der Aufstellung der Helden-Riege stehen und fallen kann. Manche Figuren machen in Kombination miteinander nun einmal mehr Sinn als andere. Zudem ist es stets von Vorteil, auf die Aufstellung der Gegner zu reagieren. Beschützt Bastion in seinem Geschützmodus erfolgreich eine Zone und schießt alle flinken Figuren bei Annäherung über den Haufen, mag die Scharfschützin Widowmaker mit präzise platzierten Schüssen für Aushilfe sorgen. Zu so ziemlich jeder Figur gibt es mindestens einen “Konter-Helden”, der die größte Stärke zu neutralisieren weiß. Spieler werden nach jedem Tod in der Basis gespawnt, wo ein Heldenwechsel in Sekundenschnelle möglich ist. Mit seinem dynamischen Figuren-Wechselspiel ermutigt Overwatch stets, auf bestehende Probleme zu reagieren und seine Strategie zu ändern. Grundsätzlich ist es von Vorteil, mit so vielen Freunden wie möglich im Team zu spielen. Ist dann noch der Voice Chat per Party-Funktion aktiviert, ist der erste Schritt Richtung Sieg bereits getan. Kommunikation und Absprache ist von großem Vorteil in Overwatch und so lassen sich schnell immense Unterschiede aufzeigen, wenn ein Team in Absprache gegen ein völlig zerstreutes Team ohne Kommunikation antritt. Spieler können sich gegenseitig Tipps zum Vorgehen geben, nach Hilfe rufen oder die Figurenaufstellung beraten. Leider habe ich viel zu selten Voice Chat unter fremden Spielern gesehen, was die zufälligen Begegnungen bei Solo-Sitzungen zum Glücksspiel machen. Mal kommt ein Team auch ohne Absprache zurecht und erringt erfolgreich die Ziele, doch oftmals ist eher Chaos als organisierte Spielweise das Resultat, wenn ich mich alleine in eine zufällige Partie gestürzt habe. Es hilft bereits unglaublich, auch nur einen Bekannten als Mitspieler zu haben, der mit uns in Verbindung steht und so eine gemeinsame Reaktion auf die Spielumstände möglich macht. Je mehr Freunde ihr also dazu überzeugen könnt, Overwatch eine Chance zu geben, umso höher stehen die Chancen beim gemeinsamen Spielen Erfolg und letztendlich ein spaßigeres Erlebnis zu haben. Ganz schrecklich sind zufallsbedingte Mitspieler, die zu keiner Sekunde das Teamziel in Angriff nehmen, sondern beim Versuch, das Konzept vom klassischen Team-Deathmatch zu spielen, zum regelmäßigen Kanonenfutter der Gegner werden. Grundsätzlich dauern die Runden in Overwatch nicht allzu lang und tendieren zwischen 5 und 10 Minuten. Doch kann es auch einmal dazu kommen, dass ein gut organisiertes Team absolut dominiert und das Match nach 2 Minuten vorbei ist, ohne dass wir auch nur den Hauch einer Chance hatten. Der Grat zwischen frustrierendem Erlebnis und wahnsinnig spaßiger Teamerfahrung ist wahrlich schmal, was gleichzeitig Overwatchs größte Stärke als auch Schwäche ist – mehr als noch in anderen Teambasierten Multiplayerspielen.

Lootboxen sorgen für Microtransactions-Shitstorm

Nicht nur das große Figurenaufgebot und die benötigte Einspielzeit pro Figur sorgen für Langzeitspaß. Blizzard hat zahlreiche freischaltbare Personalisierungsmöglichkeiten implementiert. Jeder Held kann mit variierenden Skins, Emotes, Siegerposen, Sprüchen, Sprays und Highlight-Intros ausgestattet werden. Mit jedem Level-Aufstieg verdienen Spieler eine “Lootbox”, die vier zufällige Objekte bereit hält. Nach und nach schalten sich also mehr und mehr Individualisierungsoptionen frei, was als Belohnung stets ein befriedigendes Gefühl mit sich bringt. Durch die vielen Figuren und verschiedene Seltenheitsgrade der Freischaltungen kann es aber auch einmal sehr lange dauern, bis wir ein spezifisches Item erhalten. Gelegentlich steckt in den Lootboxen Geld einer InGame-Währung, mit der Ungeduldige dem Zufall zuvor kommen und einzelne Objekte kaufen können. Insbesondere die seltenen Skins sind aber nicht gerade billig und so erfordert es für gewöhnlich viele Spielstunden, bis wir uns die orangenen oder lilanen Exemplare zulegen können. Wer besonders ungeduldig ist und Geld übrig hat, kann zudem Lootboxen für Echtgeld erwerben. Sämtliche Personalisierungen sorgen für keinerlei Vorteil im Spielgeschehen, doch ist das Konzept umstritten – Microtransactions sind heutzutage leider viel zu etabliert, dass Publisher auf sie verzichten. Diskussion hin oder her: Ich habe mich über jede erarbeitete Lootbox gefreut und ein cooles, neues Skin nach Freischalten sofort angelegt, was durchaus für Motivation zum Weiterspielen sorgte. Ich hätte mich an dieser Stelle dennoch über ein tiefgehendes Fortschrittssystem als Zusatz zur den Personalisierungs-Lootboxen gefreut.

Hurra, ein neues Skin!
Hurra, ein neues Skin!

Knallbunte, ansehnliche Optik und Präsentation

Im Vorfeld war der bunte Grafikstil von Overwatch oftmals im Gespräch. Dieser sticht definitiv hervor und hüllt das Geschehen in ein hübsches Gewand. Die Figuren sind klasse gestaltet – viele Helden sind bereits seit Wochen Motiv begabter Maler und Zeichner weltweit. Um die Charakte im abwechslungsreichen Design hat sich ein wahrer Kult entwickelt, was für die Qualität der Darstellungen spricht. Die Umgebungen präsentieren sich in einer Art Comicstil, doch sorgt eine realistische Beleuchtung dafür, dass so manch ein Areal trotz verfremdeten Stil erschreckend echt aussieht. Die futuristische Richtung der Maps sorgt für einige ansehnliche Anblicke. Die verschiedenen Effekte der Waffen und Fähigkeiten sind gut in Szene gesetzt. Und auch wenn die ein oder andere Textur sich aus der Nähe hässlich präsentiert, fällt die Optik insgesamt gelungen aus. Eine konstante Framerate von 60 FPS trägt zum guten Eindruck bei. Ich freue mich über jeden Titel, der sein grafisches Potential für eine butterweiche Bildwiederholungsrate ein wenig zurückschraubt. Im Fall von Overwatch hat es sicherlich nicht geschadet, denn sieht der Titel dennoch gut aus. Dazu klingt er auch gut! Waffen geben wuchtige Sounds ab, weiterhin amüsieren die Helden mit witzigen Sprüchen. Jede Figur hat eine Handvoll Kommentare auf Lager, die zumeist unterhaltsam herübergebracht werden. Die deutschen Sprecher haben die wenigen Sätze gut umgesetzt.

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Overwatch – Fazit

Overwatch ist einer der besten Online-Mehrspieler-Shooter, die ich in den letzten Jahren gespielt habe. Der Titel konzentriert sich auf die abwechslungsreichen Figuren und auf Teamplay, was in beiden Fällen in extrem hoher Qualität umgesetzt wurde. Die 21 Helden bieten unterschiedliche Spielstile und eine tolle Dynamik miteinander und gegeneinander. Eine durchdachte Team-Aufstellung und im besten Fall Kommunikation zwischen den Spielern führt zum Erfolg, was einen organisierten Sieg umso befriedigender macht. Die Schussmechaniken fallen sehr gut aus und sind gleichermaßen zugänglich wie präzise. Derzeit fällt der Umfang hinsichtlich Modi und Maps noch etwas durchwachsen aus, doch wird in Form von Gratis-DLC Besserung in den nächsten Monaten versprochen. Doch ist ein riesiger Umfang gar nicht von Nöten: Ein Personalisierungssystem (inklusive Microtransactions-Drama) sowie das beliebte “Leicht zu lernen, schwer zu meistern”-Prinzip motivieren auch über langfristige Zeit. Schnappt euch also ein paar Freunde, zückt eure Headsets hervor und schwingt euch in das spaßige Team-Geschehen!

 

Positiv-Icon „Leicht zu lernen, schwer zu meistern“-Prinzip in Perfektion

Positiv-Icon Tolle Schussmechaniken, die gut auf den Controller zugeschnitten sind

Positiv-Icon Viele, abwechslungsreiche Helden: Dynamik untereinander geht auf

Positiv-Icon Langzeit-Motivation durch die zu erlernenden Figuren

Positiv-Icon Teamplay wird befriedigend belohnt

Positiv-Icon Tolles Level-Design

Positiv-Icon Hübsche Optik und gute Performance, klasse Figuren-Darstellungen

 

Negativ-Icon Umfang könnte hinsichtlich Modi und Maps größer sein

Negativ-Icon Fehlendes Fortschrittssystem, dafür unnötige Microtransactions

 

Dominik
Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
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