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Während der Gamescom 2026 hatte ich die Gelegenheit das neue Spiel aus dem SAW Universum mit dem Namen SAW: Genesis auszuprobieren. Anders als die vorherigen Spiele, handelt es sich hierbei nicht um ein Singleplayerspiel zwischen den Filmen, sondern um ein 3 vs 1 Onlinespiel, welches fast 100 Jahre vor den Filmen spielt.

Seht einen Trailer zum Spiel hier:

Wie schon erwähnt, spielt SAW: Genesis fast 100 Jahre vor SAW und zwar in der 1920er in England. Nach dem ersten Weltkrieg gibt es einige, die nicht in Freudenstimmung waren, da sie die Schrecken nicht vergessen können. Dazu gehört auch der spielbare Richter, welcher nach dem Krieg beschlossen hat, die Menschheit durch Schmerz und Opfer zu rehabilitieren. Dabei entführt er immer drei Angeklagte, welche sich nun in einem fremden Ort zurecht finden und zusammen arbeiten müssen, um auch nur eine Chance zum Überleben zu haben. Das Setting der 1920er wird interessant umgesetzt und findet sich auch in den Fallen und deren Bestandteile wieder. Ihr könnt selbst auswählen, ob ihr den Richter oder einen der Angeklagten spielt. Das Ziel des Richters ist es eigentlich, dass ihr rauskommt, also wenn jeder von euch stirbt, hat auch der Richter verloren, doch er will euch brechen, also steckt er euch in Fallen oder versperrt Gänge und ähnliches. Dabei ist er aber begrenzt in Dingen, die er auf einmal auf euch loslassen kann. Als Angeklagter wiederum habt ihr ein bestimmtes Zeitlimit und eine gewisse Menge an Lebensenergie. Letztere können mit selten vorhanden Heilitems wieder etwas aufgefrischt werden. In der Testsession bei der Gamescom habe ich zwei mal als Angeklagter gespielt. Als Angeklagter wacht ihr erst gemeinsam in einem Raum angekettet auf und müsst euch befreien. Dann findet ihr eine Herausforderungstür, welche euch anleitet mehrere Gegenstände zu finden und den ungefähren Standort markiert. Nun ist es an euch diese zu finden, während der Richter immer wieder Fallen stellt, euch direkt angreift oder anderes. Neben Heilitems und den zur Öffnung der Tür nötigen Gegenstände, findet ihr auch nützliche Werkzeuge wie Schraubendreher oder Sägen, mit welchen ihr entweder Fallen leichter entschärfen oder andere Rätsel schneller lösen könnt. Außerdem gibt es grüne Kästen, in denen ihr euren Arm stecken könnt, um Blut zu opfern, um euch und eurem Team mehr Zeit zu verschaffen. Werdet ihr vom Richter entführt, steckt er euch in eine Falle. Dort könnt ihr als Angeklagte um Hilfe schreien, damit euch die anderen finden, oder ihr opfert zum Beispiel die Finger eurer Hand, um zu entkommen. Habt ihr die Gegenstände erfolgreich zur Tür gebracht, findet ihr euch in einem Herausforderungsraum wieder. Dort müsst ihr ein Rätsel lösen, um weiter zu kommen. Das Ganze geht dann so oft weiter, bis ihr entweder frei seid, oder ihr es zwischendurch schafft, den Richter zu erledigen.

Wie schon eingangs erwähnt, hat man das 1920er Setting gekonnt vor allem bei der Machart der Fallen umgesetzt. An sich sieht das Spiel gelungen aus. Die Atmosphäre ist dauerhaft düster und bedrückend, wodurch es die Stimmung der Todesszenen der SAW-Filme gekonnt einfängt.

All dies führte zu einem Spielerlebnis, welches mich wirklich positiv überrascht hatte. Zuerst war ich zwar als Fan der Reihe milde an SAW: Genesis interessiert, doch wusste ich nicht recht, wie gut dies als asymmetrisches Horrorspiel funktionieren wird. Doch die Umsetzung ist hier wirklich gelungen. Das Zeitmanagment und Absprechen der Angeklagten gegen die Begrenztheit und Kontrolle des Richters funktioniert wirklich gut. Nun muss nur noch die Abwechslung der Gebiete und Rätsel beim vollen Release stimmen, aber prinzipiell bin ich hierbei positiv gestimmt.