[vc_message message_box_style="solid" style="square" message_box_color="orange" icon_fontawesome="fa fa-gift" css_animation="bounceIn"]Instant-Gaming | Hole dir jetzt PSN Guthaben zum Bestpreis! [/vc_message]

Releasedatum: 06.10.2026

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Arcade-Racing, Roguelite
Entwickler: Fuse Games
Herausgeber: Secret Mode

Steam Store Xbox Store Playstation Store

Mit Star Wars: Galactic Racer erhält das Star-Wars-Universum einen Arcade-Racer, der sich ganz den spektakulären Wettkämpfen futuristischer Repulsorfahrzeuge widmet. Statt Lichtschwertduellen oder Weltraumschlachten stehen halsbrecherische Rennen auf ikonischen und neuen Planeten im Mittelpunkt. Wie sich das Rennspiel vom britischen Studio Fuse Games und Publisher Secret Mode anfühlt und welche Modi der Titel bietet, erfahrt ihr in meinem Review.

Vier Fahrzeugklassen mit hervorragendem Fahrgefühl

Bereits in den ersten Rennen wird deutlich, wie viel Wert die Entwickler auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugklassen gelegt haben. Zur Auswahl stehen Landspeeder, Skim Speeder, Speeder Bikes und Podrenner, die wiederum in verschiedene Modelle unterteilt sind. Die Unterschiede im Handling sind zwischen den Klassen jederzeit spürbar. Manche Gefährte reagieren ausgesprochen direkt und agil, andere setzen stärker auf Höchstgeschwindigkeit und benötigen etwas mehr Fingerspitzengefühl in engen Kurven.

Besonders gelungen finde ich das Geschwindigkeitsgefühl. Galactic Racer vermittelt konstant das Gefühl, mit atemberaubendem Tempo über die Strecken zu rasen. Die hohen Geschwindigkeiten verlangen ein hohes Maß an Konzentration, da schon kleine Fehler Konsequenzen haben können. Zwar fällt die Streckenführung über pulsierende Lichter, die eine Kurve ankündigen, größtenteils übersichtlich aus. Trotzdem gab es regelmäßig Situationen, in denen ich die Lichter falsch deutete oder einen Streckenabschnitt zu spät einschätzte. Das führte vereinzelt zu ärgerlichen Kollisionen. Mit zunehmender Spielzeit lernte ich die Eigenheiten der Fahrzeuge und Strecken jedoch immer besser kennen, wodurch ich meine Boliden zunehmend sicherer über die galaktischen Pisten steuerte. Die hohe Geschwindigkeit kommt beim Podrenner besonders gut zum Zuge. Die pfeilschnelle Maschine hat nicht umsonst den Ruf, unbändig zu sein und lässt sich nur mit Mühe auf der Strecke halten.

Zusätzliche Tiefe bringen die beiden Boost-Systeme. Der Afterburner funktioniert als klassischer Geschwindigkeitsschub, dessen Energievorrat sich während der Nutzung entleert. Etwas gewöhnungsbedürftig fällt der sogenannte Ramjet aus. Dieser lädt sich über Zeit auf und wird anschließend in einem einzigen Schub verbraucht. Wird die Boost-Taste zu früh losgelassen, geht die verbleibende Energie verloren und muss erneut aufgebaut werden. Gleichzeitig verhindert ein Hitzesystem die dauerhafte Nutzung. Nach einigen Sekunden droht eine Überhitzung, die in einer Explosion enden kann. Auch das Drift-System gefällt mir ausgesprochen gut. Je nach Fahrzeugklasse unterscheidet sich das Verhalten spürbar, weshalb ich zunächst etwas Zeit benötigte, um mich an die Drift-Eigenheiten zu gewöhnen. Nach den ersten ein, zwei Stunden ging das Handling allerdings gut von der Hand. In Momenten, wenn mir ein sauberer Drift durch eine enge Kurve gelingt und sich das Fahrzeug nahtlos bei Vollspeed wieder auf die Ideallinie einpendelt, fühle ich mich jedes Mal aufs Neue verdammt cool!

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fühlte sich die Steuerung für mich nahezu perfekt an. Die Fahrzeuge reagieren butterweich und präzise auf Eingaben. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, die volle Kontrolle über mein Gefährt zu besitzen. Ereignete sich ein Crash, nahm ich die Schuld zumeist auf die eigene Kappe, etwa wenn ich einen Drift zu früh ansetzte, eine Kurve falsch einschätze oder schlicht mit dem rasanten Tempo nicht zurecht kam.

Gefährliche Strecken sorgen für Spannung

Die Rennen gewinnen zusätzlich an Spannung durch verschiedene Umweltbedingungen. Jeder Planet besitzt seine eigenen Gefahren und Statuseffekte, die direkten Einfluss auf das Fahrverhalten nehmen. Wer beispielsweise zu häufig durch Lava oder Säure fährt, muss mit kurzeitiger Verbrennung oder Korrosion rechnen. Vereisungen sorgen hingegen dafür, dass die Lenkung temporär schwammig ausfällt. Auch die Wirkung der Boost-Systeme wird von diesen Effekten beeinflusst und so kann der Ramjet in der Nähe von Lava schneller überhitzen.

Glücklicherweise bieten die Strecken auch Möglichkeiten, diese Nachteile wieder loszuwerden. Kühlende Wasserfälle oder sogenannte Defroster können gezielt durchfahren werden, um negative Effekte aufzuheben. Gemeinsam mit den hohen Geschwindigkeiten und dem gelungenen Streckendesign entsteht dadurch ein Rennspiel, das in nahezu jedem Rennen für einen ordentlichen Adrenalinkick sorgt.

WipEout meets Burnout

Für die schnellen Repulsorfahrzeuge lassen sich zusätzliche Fähigkeiten freischalten und ausrüsten. So stehen beispielsweise ein „Überspannungs“-Boost, Minen oder ein Schutzschild zur Verfügung. Wer auf chaotische Item-Schlachten im Stile klassischer Fun-Racer wie Mario Kart hofft, wird allerdings nur bedingt fündig. Es gibt keine blaue Panzer, die das komplette Teilnehmerfeld innerhalb weniger Sekunden auf den Kopf stellen. Der Stellenwert der Fähigkeiten ist hier ein wenig reduziert und hat mich eher daran erinnert, wie Power-Ups in der WipEout-Serie zum Einsatz kommen. Die Fähigkeiten können in Galactic Racer bei geschicktem Einsatz dennoch den entscheidenden Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Platz ausmachen. Der Autopilot wirkt auf mich sogar übermächtig und so würde es mich nicht wundern, wenn dieser nochmal abgeschwächt wird.

Eine weitere Gefahr geht von den Kontrahenten selbst aus. Mit ausreichend Tempo können Kollisionen dazu führen, dass Fahrzeug zerstört werden. Auch das Abdrängen von der Strecke in Hindernisse hinein hat denselben Effekt. Dadurch wird das Geschehen stellenweise angenehm aggressiv, ohne jedoch in frustrierendes Chaos abzudriften. Durch sehenswert animierte Crash-Cams war ich hier immer wieder an die Burnout-Reihe erinnert.

Die KI-Fahrer hinterließen insgesamt einen guten Eindruck. In vereinzelten Momenten fiel mir zwar etwas zu starkes Rubberbanding auf. Gegner, die ich bereits deutlich hinter mir gelassen hatte, tauchten gelegentlich plötzlich wieder direkt hinter mir auf. Wirklich frustrierende Situationen entstanden daraus allerdings nur selten. Dank vier frei wählbarer Schwierigkeitsgrade lässt sich die Herausforderung zudem jederzeit anheben oder abschwächen.

Überraschend motivierende Roguelite-Kampagne

Während Galactic Racer offline klassische Optionen wie Arcade-Rennen mit Zeitfahren oder Podrennen bereithält, aber auch einen Szenarien-Modus bietet, in dem Events rund um fiktive Piloten aus dem Star Wars-Universum und deren Fahrstilen stattfinden, liegt der größte Fokus eindeutig auf der Kampagne. Nicht nur, weil hier kontinuierlich neue Inhalte für die anderen Spielmodi freigeschaltet werden, sondern auch, weil der Modus das Herzstück des gesamten Fortschrittssystems darstellt.

Im Mittelpunkt steht Racing-Neuling Shade, der vom geheimnisvollen Darius Pax zum Rennteilnehmer befördert wird. Auf dem Weg zur Spitze der Galaktischen Liga entstehen Rivalitäten und Freundschaften mit bekannten und brandneuen Figuren im Universum. Die Geschichte wird hinsichtlich Dramaturgie oder Emotionalität kaum Preise gewinnen. Dennoch gefiel mir die Erzählung und Präsentation recht gut. Statt lediglich Rennen aneinanderzureihen, inszeniert das Spiel den Aufstieg eines Außenseiters mit glaubwürdigem Star-Wars-Flair und interessanten Figuren. Die kurzen Zwischensequenzen und Dialoge bieten zudem eine angenehme Verschnaufpause zwischen den oftmals nervenaufreibenden Rennen.

Besonders gelungen finde ich die Einbindung der Elemente rund um den Fortschritt auf Basis von Runs. Die Handlung erklärt nachvollziehbar, weshalb Shade immer wieder neue Anläufe nimmt, warum ausgeschiedene Fahrzeuge verschrottet werden und dass sich Upgrades in Shops erwerben lassen. Dadurch wirken die typischen Genre-Mechaniken erstaunlich organisch in die Spielwelt integriert. Auch, dass Fehden und Kooperationen direkte Auswirkungen auf die Runs haben können, ist eine tolle Idee und gut umgesetzt.

Clevere Progression sorgt für Langzeitmotivation

Die Kampagne führt über verschiedene Planeten in drei Akten durch immer schwierigere Rennveranstaltungen. Dabei verzweigt sich die Eventauswahl, sodass sich Spielende für unterschiedliche Pfade entscheiden können. Der grundsätzliche Aufbau bleibt zwar über Runs hinweg erhalten, die genauen Veranstaltungen werden jedoch bei jedem Durchlauf neu gemischt. Ist ein Akt erstmal abgeschlossen, starten neue Runs nicht komplett von 0, sondern im zuletzt erreichten Akt.

Abhängig von der Platzierung winken nach jedem Event Credits, direkte Statverbesserungen, auslösbare Fertigkeiten sowie Fahrzeugteile mit passiven Boni. Auf diese Weise wird in jedem Run nach und nach ein individueller Build ausgefeilt, der im besten Falle auf den gewählten Piloten-Stil zugeschnitten ist. Manche Kombinationen setzen auf maximale Boost-Effizienz des Ramjets und auf risikoreiches Fahren, andere stärken defensive Fähigkeiten, wiederum andere Stile sind auf ein rücksichtsloses Rempeln mit möglichst vielen Eliminierungen ausgelegt. Mich hat positiv überrascht, wie unterschiedlich sich die Builds letztlich spielen.

Im späteren Verlauf kommen weitere Systeme hinzu. Geldgeber verlangen das Erfüllen weiterer Herausforderungen, Rivalen sorgen für zusätzlichen Druck und Nebenwetten gegen andere Fahrer lassen uns ständig Risiko und Ertrag abwägen. Zudem müssen Spielende immer wieder mit defekten Teilen fertig werden, die bis zur Reparatur für negative Effekte sorgen. Dadurch bleibt das Geschehen auch nach vielen Stunden interessant. Zwischen den Rennen stoßen Spielende zudem auf zufällige Ereignisse und NPC-Interaktionen, die mal für ein legendäres Fahrzeugteil sorgen, mal eine Creditstrafe mit sich ziehen oder Einfluss auf den Eventbaum mit dem Austausch bestimmter Veranstaltungen nehmen können. Hier lassen sich zudem sogenannte Gefallen freischalten, die dauerhafte Vorteile bieten können. Einer meiner Favoriten gewährte beispielsweise zusätzliche Ligatoken, wodurch ich mir Fehler erlauben konnte und mein Run nach einer Niederlage nicht sofort beendet war.

Gerade im letzten Akt ist ein Run manchmal schneller vorbei, als man Repulsorfahrzeuge aussprechen kann. Nicht nur schlechte Platzierungen, sondern auch zu viele Crashes sorgen für eine Disqualifizierung. Sollte ein Run scheitern, geht allerdings nicht alles verloren. Neben Credits für den nächsten Versuch durch die Verschrottung des zuvor genutzten Gefährts bleiben Gefallen dauerhaft erhalten. Zusätzlich werden über die Anzahl der bestrittenen Events neue Fahrzeugteil-Boni freigeschaltet und dem Pool möglicher Upgrades hinzugefügt. Auch neue Piloten-Stile werden verfügbar gemacht und mit jedem Run verbessert. Weiterhin winken Tuningpunkte und Freischaltungspunkte als angenehme Belohnung. Neue Fahrzeugmodelle, Lackierungen und dauerhafte Verbesserungen der Stats durch das “Tunen” belohnen praktisch jeden abgeschlossenen Run.

Das gesamte Roguelite-System hat mich überraschend stark motiviert. Die Mischung aus temporären und permanenten Fortschritten sorgt dafür, dass sich gescheiterte Durchläufe nicht frustrierend anfühlen. Gleichzeitig bleibt das eigentliche Renngeschehen natürlich weitgehend gleich. Mit dem Übergang von einem Akt in den nächsten werden neue Planeten und Strecken präsentiert. Die Zahl unterschiedlicher Eventtypen fällt aber leider überschaubar aus und lässt sich an einer Hand abzählen. Daher macht sich nach längerer Spielzeit eine gewisse Repetition bemerkbar, die manche Spielende mehr stören wird als andere. Ich persönlich habe nach mehreren Stunden in der Kampagne trotz bereits abgeschlossener Runden immer noch Lust auf weitere Runs.

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass dem Protagonisten Shade Podrenner nicht direkt zur Verfügung stehen, sondern nur in bestimmten Nebenevents erlebt werden können. Der Fokus liegt über weite Teile der Kampagne auf den drei anderen Fahrzeugklassen. Wie die Podrenner erzählerisch und spielerisch im Laufe des dritten Akts dann aber eingeführt werden, ist wirklich sehr gut umgesetzt.

Online spaßig, aber ohne Splitscreen

Auch online bietet Galactic Racer reichlich Beschäftigung. Schnelle Rennen ermöglichen den sofortigen Einstieg in Partien mit bis zu zwölf Teilnehmern. Landspeeder, Speeder Bikes und Skim Speeder lassen sich mit zwölf Spielern gleichzeitig fahren, während Podrenner-Events auf acht Online-Fahrer begrenzt sind. Zusätzlich gibt es eine Multiplayer-Tour, die die Run-Struktur der Kampagne in den Online-Modus überträgt. Hier werden fünf Events bestritten, bevor in einem großen Finale der Champion gekürt wird. Nach jedem Rennen gibt es Upgrades zu verteilen, Fähigkeiten freizuschalten und im Shop mit den verdienten Credits weiter am Build zu schrauben. Auch in der Online-Tour gibt es ein Rivalensystem, sodass man Gegenspieler markiert und eine Belohnung bekommt, sofern man diese schlägt. Und auch das Wettsystem ist in angepasster Form integriert. Vor jedem Rennen wetten wir, ob wir unter der Top 9, Top 6 oder gar Top 3 landen. Der richtige Tipp wird mit seltenen Fahrzeugteilen belohnt.

Durch die zufälligen Upgrades kann es auch mal vorkommen, dass ein Run nicht von Erfolg gekrönt ist. Doch trotz dieser Glückskomponente hat mir die Online-Tour großen Spaß gemacht. Die durchgewürfelten Builds sorgen dafür, dass keine Tour der nächsten gleicht und so hebt sich dieser Modus angenehm von klassischen Multiplayer-Angeboten im Genre ab. Auch wenn in jedem Run die Karten neu gemischt werden, gibt es zudem eine übergreifende Progression. Renn- und Wettergebnisse bringen Erfahrungspunkte ein, die Spielende im Online-Rang aufsteigen lassen. Hier warten neue Piloten als Belohnung, die jeweils unterschiedliche Eigenheiten in ihrer Fahrweise mitbringen. Weiterhin gibt es kosmetische Items wie Profilbanner zur Freischaltung.

Vor Release konnte ich leider nur wenige Online-Partien absolvieren. Diese hinterließen allerdings einen sehr positiven Eindruck. Durch die ohnehin hohen Geschwindigkeiten und die Unberechenbarkeit menschlicher Mitspieler entstehen noch hektischere und spannendere Rennen als gegen die CPU. Auch die zündbaren Fähigkeiten haben hier eine größere Wirkung als im Wettkampf gegen die KI. Wenn man mit dem Multi-Blitz gleich mehrere Kontrahenten lahm legt und mit Karacho an ihnen vorbei düst, kann man gar nicht anders, als bis über beide Ohren zu grinsen. Die Online-Tour sorgt für herrlich chaotische Situationen und einen hohen Unterhaltungswert, der Racing-Fans für einen längeren Zeitraum motivieren dürfte.

Schade finde ich, dass ein lokaler Splitscreen-Modus fehlt. Gerade ein Spiel wie Galactic Racer würde sich hervorragend für gemeinsame Rennabende vor derselben Konsole eignen.

Planeten mit grandiosem Star-Wars-Flair

Mit sieben Planeten fällt der Umfang insgesamt solide aus. Neben bekannten Schauplätzen wie Tatooine oder Crait besuchen Spielende auch neue Orte wie den vulkanischen Planeten Sentinel One oder die auf einem Himmelskörper errichtete Arena Derven Acos. Die Planeten unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch voneinander. Wüstenregionen, Tropengebiete und verschneite Eiswelten sorgen für ausreichend Abwechslung. Jede Welt besitzt mehrere handgefertigte Strecken unterschiedlicher Länge und Komplexität. Zwar hat mich der Umfang nicht völlig vom Hocker gehauen, insgesamt bin ich mit der gebotenen Streckenanzahl aber zufrieden. Langfristig würde ich mich dennoch über neue Planeten und zusätzliche Fahrzeuge in Form von Updates oder DLC-Erweiterungen freuen.

Vorbildliche Barrierefreiheit und spaßige Quick-Time-Events

Positiv aufgefallen sind mir bereits beim ersten Durchstöbern der Menüs die umfangreichen Barrierefreiheitsoptionen. Das Bildschirmwackeln kann beispielsweise deaktiviert werden. Gerade bei den hohen Geschwindigkeiten sorgt dieser Effekt zwar für zusätzliche Intensität, könnte für manche Spielende aber auch unangenehm werden. Ebenso lassen sich Crash-Kameras vollständig abschalten.

Vor Rennstarts finden Quick-Time-Events statt, welche bei Erfolg den Afterburner sofort auffüllen und die erste Ladung für die Nutzung von Fähigkeiten auf Anhieb aktivieren. Wer die Befehle nicht schnell genug eingeben kann oder die „Checks“ nach einiger Zeit leid ist, kann diese stark vereinfachen. Mich haben die kleinen Geschicklichkeitseinlagen aber stets in beste Rennlaune versetzt und schon mit Adrenalin vollgepumpt, bevor das Rennen überhaupt losging. Darüber hinaus stehen Anpassungen für die Benutzeroberfläche wie verschiedene Schriftgrößen sowie Optionen für Farbenblindheit zur Verfügung.

Audiovisuell ein echtes Highlight

Die audiovisuelle Präsentation gehört ohne Zweifel zu den größten Stärken des Spiels. Jeder Planet besitzt einen unverwechselbaren Look und vermittelt eine tolle Atmosphäre. Während der Rennen fallen zahlreiche Star-Wars-Referenzen ins Auge. Defekte AT-AT-Walker in Wüstenlandschaften oder andere ikonische Elemente sorgen dafür, dass die Strecken sofort im bekannten Universum verankert wirken. Die Fahrzeuge sind äußerst detailliert modelliert, die Boosteffekte sehen hervorragend aus und die Charaktermodelle überzeugen ebenfalls. Besonders die Beleuchtung wusste mich zu begeistern. Unterstützt wird sie durch eindrucksvolle HDR-Effekte, die Lichtquellen und Boostspuren regelrecht zum Strahlen bringen.

Ich habe das galaktische Rennspiel auf dem PC erlebt. Technisch verlangt der Titel dem PC einiges ab. Wer in 4K mit maximalen Einstellungen und aktivierter Ray Reconstruction spielen möchte, benötigt ausgesprochen leistungsstarke Hardware. Selbst auf meinem System mit einer RTX 4090 kam es gelegentlich zu Einbrüchen der Framerate, insbesondere wenn viele Fahrer gleichzeitig dargestellt wurden. Stellt euch also darauf ein, mit reduzierten Einstellungen zu spielen, sofern ihr nicht gerade eine RTX 5090 besitzt. Doch auch mit runtergeschraubten Einstellungen ist Galactic Racer weiterhin sehr ansehnlich. Das zeigte sich auch auf meinem PC-Handheld MSI Claw 8 EX AI+, auf dem ich trotz niedrigerer Grafiksettings viele beeindruckende Momente erleben konnte. Positiv hervorheben möchte ich zudem die Unterstützung moderner Upscaling- und Frame-Generation-Technologien von Nvidia, AMD und Intel sowie Support für Ultrawide-Auflösungen.

Ebenso überzeugend fällt die Soundkulisse aus. Die Motorengeräusche besitzen ordentlich Wucht und werden von einem basslastigen Sounddesign begleitet, das hervorragend zur Rennatmosphäre beiträgt. Obwohl die ikonischen Lichtschwertgeräusche naturgemäß fehlen, wirkt die gesamte Klangkulisse ausgesprochen authentisch. Ein energiegeladener Orchestersoundtrack transportiert den Star-Wars-Flair gekonnt in die Rennen. Auch die englischen Sprecher leisten hervorragende Arbeit und verleihen den Figuren außerhalb wie innerhalb der Rennen Persönlichkeit. Mir hat die Sound-Umsetzung sowohl über Stereo-Kopfhörer als auch über eine Surround-Anlage ausgezeichnet gefallen.

Überblick der Rezensionen
Fahrverhalten und Spielspaß
9.5
Inhalt und Umfang
8
Multiplayer
9
Grafik und Sound
9.5
Vorheriger ArtikelDawn of War IV: Im neuen Space Marines-Trailer kämpfen Blood Ravens und Dark Angels Seite an Seite
Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
star-wars-galactic-racer-im-testStar Wars Galactic Racer hat mich auf Anhieb mit einer erstklassigen audiovisuellen Präsentation und einem adrenalingeladenen Fahrgeschehen in seinen Bann gezogen. Die galaktischen Gefährten steuern sich äußerst präzise, fühlen sich herrlich schnell an und klingen brachial. Die Boost- und Driftmechaniken liefern mehr spielerische Tiefe, als man zunächst vermuten würde. Besonders positiv überrascht hat mich die Runs-basierte Kampagne. Diese bietet ein motivierendes Fortschrittssystem, das temporäre wie permanente Upgrades gelungen kombiniert, die Jagd nach immer besseren und kreativen Builds sowie clevere Ideen wie das Rivalensystem, Piloten-Stile und Gefallen. Die Geschichte rund um Racing-Neuling Shade und seinen Aufstieg in die galaktische Liga bietet einen angenehmen Rahmen für die Kampagne. Die Handlung bleibt inhaltlich eher seicht, punktet aber mit authentischem Star Wars-Flair und interessanten Charakteren. <p></p> Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für den Umfang und die gebotene Abwechslung. Die Anzahl der Planeten fällt solide aus. Doch insbesondere durch die überschaubare Abwechslung in den Eventarten kommt nach einiger Zeit doch ein repetitives Spielgefühl auf. Während mich das allen voran in Renngefechten gegen die CPU gestört hat, konnte mich der Adrenalinkick im Online-Modus darüber hinweg trösten. In den wenigen Runden, die ich bisher im Multiplayer erleben durfte, wurde Chaos und pure Spannung groß geschrieben. Das Konzept rund um Runs funktioniert auch im Multiplayer genial und sorgt für Langzeitmotivation mit neu gemischten Karten in jedem Anlauf. Schade bleibt lediglich, dass kein lokaler Splitscreen-Modus integriert wurde. <p></p> Star Wars-Fans, die dem Racing-Genre nicht abgeneigt sind, sollten Galactic Racer unbedingt auf dem Zettel haben!