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Injustice: Götter unter uns – Ultimate Edition im Test

Injustice-Goetter-Unter-Uns-Ultimate-Edition-CoverReleasetermin: 29.11.2013

 

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Beat ’em up
Entwickler: NetherRealm Studios, High Voltage Software
Herausgeber: Warner Bros. Interactive Entertainment

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Mit der Mortal Kombat Serie wurde das Studio zur Kultschmiede, was aber nicht heißt, dass NetherRealm nur an ihrer äußerst brutalen Prügelserie arbeitet. Während beim ersten Ausflug vom Studio ins DC-Universum noch Charaktere der Mortal Kombat-Reihe mit von der Partie waren, bedient sich Injustice: Götter unter uns ausschließlich am DC Comic-Franchise. Die Ultimate Edition bringt das beliebte Beat’m Up nun auch auf die PS4. Wir haben uns für euch in viele Begegnungen gestürzt und berichten, warum Fans des Genres unbedingt einen Blick riskieren sollten.

 

Alle gegen Superman – Die Story

Injustice: Götter unter uns ist im Kern ein klassisches Beat’m Up-Spiel, in dem wir unserem virtuellen Gegenüber das Hirn herausprügeln. Nichts für Weicheier, hier wird der Sieger mit den Fäusten ermittelt. Was Injustice in diesem Genre so besonders macht, ist die Einbindung einer tatsächlich interessanten Story. Während die meisten Prügler entweder keine Handlung bieten oder eine der Kategorie „Hauptsache Story, egal ob gut oder schlecht“, legt Injustice großen Wert auf die Handlungsstränge. NetherRealm arbeitete dazu mit den DC Comics Schreiberlingen Justin Gray und Jimmy Palmiotti. Herausgekommen ist eine dem Universum durchaus würdige Handlung. Uns wird eine alternative Realität präsentiert, in der Superman ein mächtiger Diktator der Erde darstellt – das Resultat von der Verkettung sorgfältig geplanter Ereignisse des Jokers. Während die Schurken fortan versuchen, die Macht von Superman zu schwächen, suchen die Helden in einem wiederum alternativen Universum Hilfe, um einen gewaltigen Aufstand zu realisieren. Die Story entwickelt sich wirklich interessant und bietet eine für das Genre sehr seltene Tiefe. Die vielen Zwischensequenzen überbrücken sehr gut die Kämpfe und tragen dazu bei, dass man sich bei all dem Gekloppe nicht langweilt. Der Story-Modus reguliert den Schwierigkeitsgrad je nach Erfolg oder Misserfolg. Nach einer Serie von Niederlagen wird die Stärke der KI ein wenig heruntergesetzt, damit wir ohne Frust die Handlung genießen können. Eine Neuerung der PS4-Fassung stellt die optionale Benutzung des Touchpads in seltenen Minispielen während der Story dar. Die Touchkontrolle funktioniert wie sie soll, doch tragen diese Momente kaum zu einer komplett neuen Erfahrung bei. Schöner Gedanke, kann man aber auch getrost weglassen.

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Kloppen will gelernt sein – Das Gameplay

Um alle Eigenheiten von Injustice zu erlernen, müssen Neulinge vielen Elementen Beachtung schenken. In den umfangreichen Tutorials merken wir: Jeder einzelne Charakter hat eine Reihe an spezifischen Angriffen, Abwehr-Manövern, Kombinationen und spektakulären Spezial-Moves in petto. Wer bei der Fülle an schweren oder leichten Angriffen durcheinander kommt, kann jederzeit die Angriffsliste des jeweiligen Charakters aufrufen und die etlichen Manöver einsehen. Dabei ist den Entwicklern sehr gelungen, alle Figuren individuell zu gestalten und die Merkmale des entsprechenden Charakters einzubinden. Batman hat zum Beispiel seinen Greifhaken bei mehreren Angriffen im Einsatz. Obwohl die beliebten Fatalities bei bisherigen NetherRealm-Spielen unverzichtbar waren, kommen sie in Injustice in der bekannten Form nicht vor. Vielmehr verfügt jede Figur über eine Spezialattacke, die sich nach Aufladung einer Leiste aktivieren lässt. Was bei diesem Moves über die Bühne geht, ist absolut sehenswert! Brutal und kreativ, aber leider auch beim 20. Mal langweilig. Während Mortal Kombat-Charaktere mehrere Fatality-Ausführungen präsentierten, kennen Superman und Co. je nur einen mächtigen Angriff – schade! Häufige Quick-Time-Events können den Spielfluß zwar etwas abbremsen, aber die Inszenierung dieser Ereignisse ist einfach nur episch gestaltet; da lässt man sich gerne einmal aus dem Kombo-Wahnsinn reißen. Die interaktiven Levels tragen zum Gameplay bedeutend bei, denn anders als alle anderen Manöver können Angriffe mit der Umgebung nicht blockiert werden. Greift Superman also zum Auto im Hintergrund, ist kein Entkommen mehr in Sicht.

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Zufriedenstellendes Lineup – Die Figuren

Das Charakter-Lineup umfasst 30 Figuren aus dem DC Comics-Universum. Die bekanntesten Vertreter sind dabei und so können beliebte Helden wie Superman, Wonder Woman oder Flash, genauso aber auch die gefürchtesten Schurken wie Joker, Bane oder Lex Luthor kontrolliert werden. Die Auwahl ist mehr als zufriedenstellend. Wie bereits erwähnt, steuert sich jeder Charakter unterschiedlich, was dazu anregt, einmal das gesamte Lineup auszuprobieren. Auch wenn die Figuren im Original natürlich nicht alle auf einer Ebene stehen, was die Kraft angeht, sind bei Injustice alle Kämpfer gut ausbalanciert. Es gibt keinen Charakter, der einen deutlichen Vorteil gegen den Rest hat. Obwohl es besonders starke Angriffe unter den Kämpfern gibt, benötigen diese Manöver in ihrer Ausführung deutlich länger, als schwächere.

 

 

Jede Menge zu tun – Der Umfang und der Multiplayer

Die Story von Injustice hat viele Stärken, aber der Online-Modus hat noch einmal einen ganz eigenen Reiz. Wer sich für einen fähigen Kämpfer hält, wird in Online-Spielen meist eines Besseren belehrt. Wie in jedem Beat’m Up ist Trainieren das A und O, was in Online-Begegnungen am besten zum Ausdruck kommt. Selbst wer mit seinen Fähigkeiten nicht weit kommt, kann trotzdem vom Multiplayer-Aspekt profitieren. So bietet uns NetherRealm die Möglichkeit, bei spannenden Matches zuzuschauen. Der Online-Mehrspielermodus läuft technisch einwandfrei und bietet die besten Voraussetzungen für viele Stunden gepflegten Kloppens. Natürlich darf auch die lokale Zweispieler-Möglichkeit nicht fehlen und so machen wir gekonnt jeden Besucher fertig, der sich auf einen Kampf einlässt – und wenn man doch einmal verliert, war natürlich das Anfängerglück des Gegenübers Schuld. Neben der Story und den Multiplayer-Modi stehen auch noch die S.T.A.R. Labs Missionen zur Verfügung. Dabei handelt es sich einen ähnlichen Modus wie der Herausforderungsturm bekannt aus Mortal Kombat. Während auf der PS3 bereits 240 solcher Missionen auf uns warteten, fügt die Ultimate Edition der PS4 weitere 60 hinzu. Es gibt also jede Menge zu tun, denn weiterhin lassen sich durch verschiedene Herausforderungen neue Kostüme freischalten.

 

Comic oder Videospiel? – Die Grafik und der Sound

Die grafische Aufpolierung des Ports ist gut gelungen. Injustice spielt sich butterweich dank stabilen 60 Frames pro Sekunde. Auch auf der PS3 war diese Bildrate schon vorhanden, doch die PS4 punktet dank besserer Auflösung in Form von 1080p. Die Animationen der Figuren sind überarbeitet worden und besonders die schärferen Texturen stechen heraus. Die Charaktere wie auch die verschiedenen Spielarenen sehen im Kampf recht ansehnlich aus. In den Zwischensequenzen sieht das leider anders aus, denn diese scheinen keine Aufarbeitung spendiert bekommen zu haben. Das fällt beim Übergang von Kampf zu Film negativ auf, denn die Darstellung der Figuren wechselt von knackig scharf zu leicht verschwommen. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Port gut aussieht, aber der Wow-Effekt ausbleibt. Der Soundtrack des Spiels ist gut angepasst an die Story und unterstreicht die Atmosphäre. Die Charaktere haben witzige Einzeiler verpasst bekommen, die mehr als zufriedenstellend vertont wurden.

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Fazit

Injustice: Götter unter uns ist ein vorzüglicher Beat’m Up Titel, der – selten für das Genre – nicht nur mit spaßigen und episch inszenierten Kämpfen punkten kann, sondern auch eine interessante und gut mit dem Spielgeschehen verknüpfte Story bietet. In dieser Ultimate Edition sind mehr Charaktere enthalten und der Umfang ist gewaltig. Auch wenn man an der Optik merkt, dass es sich nur um einen Port handelt, wird jeder Fan des Genres auf seine Kosten kommen.

 

Positiv-Icon Spaßiges Kampfsystem

Positiv-Icon Erstaunlich tiefgehende Story

Positiv-Icon Ausreichend abwechslungsreiche Figuren

Positiv-Icon Dank Spielmodi und Herausforderungen wahnsinnig viel zu tun

Negativ-Icon Zwischensequenzen wurden nicht überarbeitet
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Dominik
Dominik
Hey Leute, ich bin der Dominik und leidenschaftlicher Zocker. Egal ob PC, Konsole, Handhelds oder VR, solo oder multiplayer - ich interessiere mich für die volle Bandbreite, die die Gaming-Welt zu bieten hat. Lieblingsgenres habe ich dennoch: Rennspiele, Action/Adventures, JRPGs und Visual Novels.
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1 Kommentar

  1. Hab die PS3-Version schon geliebt. Leider sind die beiden Versionen von der Grafik meiner Meinung nach identisch.

Beachtenswert

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